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Schweiz Beznau reicht Strafanzeige gegen Greenpeace-Aktivisten ein

Die AKW-Betreiberin Axpo klagt: Die Aktion von Greenpeace auf dem Areal des Atomkraftwerks sei Hausfriedensbruch.

Ein Greenpeace-Aktivist hängt mit einem Transparente mit der Aufschrift «The End» an der Fassade des AKW Beznau bei Doettingen AG.
Legende: Einzelne Aktivisten waren angeseilt und stiegen erst am Nachmittag auf Anordnung der Polizei von den Gebäuden herunter. Keystone

Nach dem Protest der Umweltorganisation Greenpeace auf dem Gelände des Atomkraftwerkes Beznau werden 58 Aktivisten bei der Staatsanwaltschaft wegen Hausfriedensbruchs angezeigt. Die AKW-Betreiberin Axpo reichte den entsprechenden Strafantrag ein.

Die 58 Personen hatten sich am Mittwoch gemäss Aargauer Kantonspolizei widerrechtlich Zugang zum AKW-Areal in Döttingen AG verschafft. Die Greenpeace-Aktivisten forderten mit dem Protest, die beiden Beznauer Atomreaktoren müssten aus Sicherheitsgründen sofort stillgelegt werden.

Gemäss Auskunft der Staatsanwaltschaft Aargau sind die Strafverfahren noch nicht eröffnet. Das Ermittlungsverfahren sei bei der Polizei hängig. Beim Antragsdelikt Hausfriedensbruch reicht das Strafmass von einer Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren.

Die Greenpeace-Aktivisten waren am Mittwoch kurz vor sieben Uhr mit Hilfe von Leitern über den Absperrzaun ins AKW-Gelände eingedrungen. Aktivisten brachten unter anderem am Reaktor 2 und am Portalkran gelbe Transparente mit der Aufschrift «The End» an.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Wer den Notfallplan vom ENSI liest wird mit Schrecken merken, dass auch wir in der Schweiz kein greifbaren Notfallplan bei einem Gau haben. Der Notfallplan taugt lediglich zur Beruhigung einer unwissenden Bevölkerung. Es ist Zeit, dass wir die Befürworter mit Strafklagen eindecken. Hier der Link zum Notfallplan der letzten Hoffnung: http://static.ensi.ch/1316508832/nfs_2006d.pdf
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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    In Japan fehlte eine starke atomkritische Bewegung. Die Behörden liessen diesbezüglich in Sachen Sorgfalt die Zügel schleifen. Jedes Land braucht eine starke anti-AKW-Bewegung (wie auch eine starke ökologische Bewegung). Ohne ist die Gefahr viel zu gross, dass Regierung, Industrie und Interessengruppen zu grosse Risiken eingehen. Danke an alle wachen und atomkritischen Bürgern.
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  • Kommentar von M.Meier, Lenzburg
    Komisch, da ist doch das SRF-Fernsehen schon vom Anfang an dabei und filmen mit! Selbstinszenierte Okkupation? Oder nur Mittäterschaft? Oder nur Info früh erhalten? Komisch!
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