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Schweiz Bischofskonferenz stellt sich gegen Pfarrer Bucheli

Die Schweizer Bischofskonferenz hat den Bischöfen von Chur und Lausanne im Streit mit der Kirchgemeinde Bürglen (UR) um die Segnung eines lesbischen Paars den Rücken gestärkt. Die Segnung widerspreche der Lehre, und die Bischöfe könnten diese nicht ändern.

Pfarrer mit grüner Soutane in der Kirche
Legende: Pfarrer Wendelin Bucheli hat mit der Segnung eines lesbischen Paares den Zorn des Churer Bischofs auf sich gezogen. Keystone

Aus aktuellem Anlass besprachen die Bischöfe an ihrer Versammlung in Genf von Montag bis Mittwoch die Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, wie die Schweizer Bischofskonferenz mitteilte.

Die Bischöfe hätten in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass die Segnung eines gleichgeschlechtlichen Paares nicht möglich sei. Zudem liege es nicht in der Kompetenz der Bischöfe, Lehre und Disziplin der katholischen Kirche zu ändern.

Kirchgemeinde widersetzt sich der Obrigkeit

Die Bischofskonferenz wolle sich nicht weiter mit dem Fall in Bürglen in Uri befassen. Die Klärung des Vorfalls obliege den zuständigen Diözesanbischöfen in Chur und Lausanne, heisst es in der Mitteilung.

Der Bürgler Pfarrer Wendelin Bucheli hatte im Oktober 2014 ein lesbisches Paar gesegnet.

Der Churer Bischof Vitus Huonder verlangt zusammen mit dem Lausanner Bischof Charles Morerod, dass Bucheli in Uri demissioniert. Sie wollen ihn dann ins Westschweizer Bistum zurückrufen, wo er seinerzeit geweiht worden war.

Der Pfarrer und die Kirchgemeinde haben sich dieser Aufforderung bislang widersetzt.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Die kath. Kirche stellt sich selber ein Bein. Vor Gott sind alle Menschen gleich und nach seiner Lehre liebt er alle genau so. Die Kirche hat schon vieles verbockt und tut es auch jetzt wieder. Vor was haben die Bischöfe eigentlich Angst? Die Herren schaffen sich auf längere Sicht selber ab.
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Wenn man unter Ehe das Glied in die Scheide stecken meint , ohne Schutzmittel um Kinder zu zeugen, ja dann ist eine Lesbenehe keine Ehe - ich verstehe unter Ehe, eine seelische und sexuelle Treue, bis der Tod beide scheidet . Jesus hätte sicherlich dagegen keine Einwände . Auch die Gesetze der Kirche müssen der Evolution der Sitten und Erkenntnisse angepasst werden, andernfalls wird die heutige Kirche, von der Evolution hinweggefegt .
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    Sollte es den Lieben Gott tatsächlich geben, dann wird er dort oben auf seinem Thron seinen bärtigen Kopf schütteln, wenn er hört und sieht, was auf seiner geschaffenen Welt in seinem Namen Abstruses abläuft. Vielleicht bereut er seine Schöpfung. Welch ein Stress für ihn, jeden Tag all die Gebete seiner Gläubigen anzuhören.
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