Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Bitte nur noch ein Büsi in der Wohnung

Der Zürcher Tierschutz empfiehlt, nur noch eine Katze pro Wohnung zu halten. Damit wollen die Tierschützer den Druck der jagenden Büsi auf bedrohte Wildtiere mindern. Katzenfreude aber auch Katzenforscher sind über den Vorschlag entsetzt: Katzen würden keine anderen Arten ausrotten, sagen sie.

Legende: Video Nur noch eine Katze pro Haushalt abspielen. Laufzeit 03:52 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 22.05.2014.

Für den Zürcher Tierschutz hat die Katzendichte in der Schweiz ein bedrohliches Ausmass angenommen; bedrohlich nicht für die Bevölkerung, sondern für die Beutetiere der Katzen. Ein Drittel der etwa 1,4 Millionen Katzen in der Schweiz geht täglich draussen auf die Jagd. Dabei machen die Büsis keinen Unterschied zwischen bedrohten und nicht bedrohten Arten.

Aus Sicht der Tierschützer hat die Katzendichte vor allem in den städtischen Gebieten eine kritische Grösse erreicht. Sie empfehlen nun, nur noch eine Katze pro Haushalt anzuschaffen und Katzen, die Auslauf haben, zu kastrieren. Damit wollen sie die Katzenpopulation wenigstens konstant halten.

Nicht nur Katzen sind schuld

Katzenfreunde und Katzenforscher sind mit dieser Empfehlung gar nicht einverstanden. Sie beruht zum Teil auf Studien aus England und den USA, die von Fachleuten angezweifelt werden. Dennis Turner, langjähriger Katzenforscher und Privatdozent an der Universität Zürich, sagt: «Wir haben über 80 Studien zusammengefasst und analysiert. Verlust des Lebensraums, Vergiftungen und Überbauungen - das sind die Hauptursachen für den Rückgang gewisser Arten und nicht die Katzenjagd.»

Der Zürcher Tierschutz hingegen möchte lieber vorsorgen. In anderen Ländern, wo der Katzenbestand zu gross geworden sei, würden nun drastische Methoden ergriffen. Streunende Katzen würden abgeschossen und Katzensteuern erhoben

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

49 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rosmarie Wolf, 8877
    da sind zb Tierheime die 2büsi nur zusammen vermitteln,die schon ein lebenlang zusammen waren.was geschieht mit denen.wichtiger finde ich dass kätzinnen kastriert werden um nachwuchs zu verhindern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Roger Meer, Wilderswil
    Ein Volk von neidern und mörglern leben und und leben lassen die Tiere waren vor uns Menschen und Garierum da
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Lena Meier, aarau
    Endlich spricht das einmal jemand an! Durch meinen Garten streichen täglich etwa 8 verschiedene Katzen weil jeder Nachbar glaubt mindestens eine halten zu müssen. Die Eidechsen die es hier einmal gab haben sie ausgerottet, die Blindschleichen auch...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Rainer Fauser, Augsburg
      ... @Meier: Und bodenbrütende Vögel unter den Büschen, Enten, Molche, Frösche, diese elenden Katzen vernichten alles, was kleiner als sie selber und langsamer sind mit Eifer, v.a. nachts. Selbst Eichhörnchen stellen sie nach. Nur an den Marder traut sie sich nicht. Aber Katzenliebhaber sind eben resistente Ignoranten, wie der Mensch halt eben ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von U. Ess, Oberwil
      Stimme ihnen voll zu. In meiner nächsten Umgebung halten junge, berufstätige Paare mind. eine oder zwei Katzen; verstehe nicht den Sinn dahinter. Insgesamt sind es 10 oder 12 Stück. Tag und Nacht streichen diese durch die Gärten pissen und sch... alles voll und jagen unablässig die Vögel durch die Gegend. Eine Plage sondergleichen! Suche nach einem wirksamen Mittel!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von W. Pip, Züri
      Sie suchen nach einem wirksamen Mittel? Reissen Sie Ihr Einfamilienhaus ab, machen Sie das Grundstück wieder zur freien und bewachsenen Fläche, und ziehen Sie in der Stadt in einen Wohnsilo. So nehmen Sie den Druck der Zersiedelung aus der Landschaft. Die Katzen, Echsen und Vögel können nämlich nichts für die Dummheit, dass wir Menschen ihren Lebensraum einnehmen und dann noch über ihre Dezimierung sprechen... Ich find's unmöglich!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von U. Ess, Oberwil
      @Pip: So einen Stuss habe ich schon länger nicht mehr gelesen. Anscheinend wollen sie nicht verstehen um was es wirklich geht. Es ist genau umgekehrt: Es gibt diverse Menschen, die einen Lebensraum für Katzen schaffen und zwar auf dem Buckel der anderen und alles wegen dem Jöööh-Faktor.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen