Bombenalarm in Zürich und Uster - S-Bahn und Bahnhof evakuiert

Eine Bombendrohung sorgte in der Region Zürich am Montagabend für Durcheinander im Pendlerverkehr. Weil nicht klar war, ob die Drohung gegen eine S5 oder gegen den Bahnhof Uster gerichtet war, wurden beide evakuiert. Ein verdächtiger Gegenstand am Bahnhof erwies sich als ungefährlich.

Feuerwehrauto hinter einer Abschrankung vor dem Bahnhofsgebäude.

Bildlegende: Der Bahnhof Uster war am frühen Montagabend leergeräumt. Grund: Ein verdächtiger Gegenstand. SRF / Stefan Wyss

Am späten Nachmittag ging bei der Stadtpolizei Zürich die Meldung ein, dass eine Bombe in einer S5 versteckt sei. Der Zug wurde evakuiert, eine Bombe aber nicht gefunden.

Weil die Drohung nur vage war, kontrollierte die Polizei auch den Bahnhof Uster, wo sie einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Der Bahnhof wurde evakuiert und war für über eine Stunde für Passanten gesperrt.

Die Spezialisten der Kantonspolizei Zürich orteten den verdächtigen Gegenstand und zerstörten ihn. Dies geschah mit einem Roboter des forensischen Instituts Zürich, wie die Polizei SRF-Korrespondent Fabian Bucher erklärte. Kurz nach 19 Uhr wurde der Bahnhof wieder geöffnet, der S-Bahnverkehr lief wieder an.

Sämtliche Züge, die nach oder über Uster führen, fielen aus oder mussten umgeleitet werden. Obwohl die Züge nun wieder fahren, müssen Reisende nach wie vor mit Wartezeiten rechnen.

Schon wieder der Bahnhof Uster

Im Januar musste der Bahnhof Uster bereits einmal evakuiert werden. Ein 15-jähriger Deutscher hatte in einer S9 damit gedroht, den Zug in die Luft zu sprengen. Wie sich herausstellte, hatte er psychische Probleme. Er wurde in eine Klinik eingewiesen.