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Schweiz Bulgaren und Rumänen zieht es verstärkt in die Schweiz

Seit Anfang Juni gilt die volle Personenfreizügigkeit für die beiden Balkanländer Bulgarien und Rumänien. Das macht sich bereits bemerkbar: Die Aufenthaltsbewilligungen sind sprunghaft angestiegen.

Pendler am HB in Zürich
Legende: Das Staatssekretariat für Migration hat mit dem Anstieg der Zahlen gerechnet. Die weitere Entwicklung ist offen. Keystone

585 Menschen aus Rumänien und Bulgarien erhielten letzten Juni eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz und weitere 656 die Erlaubnis für einen Kurzaufenthalt. Das sind fast doppelt so viele wie im Vormonat Mai und auch deutlich mehr als im Juni vor einem Jahr.

Nicht erstaunlich, sagt Léa Wertheimer vom Staatssekretariat für Migration (SEM): «Wir haben das schon beobachtet, als die Beschränkungen für Aufenthaltsbewilligungen bei den osteuropäischen Staaten gefallen sind. Den gleichen Peak beobachten wir jetzt bei Bulgarien und Rumänien».

Erfahrungen von früher lassen erwarten, dass dieser Peak wieder abflacht und die Zahl der Einwanderer aus Rumänien und Bulgarien wieder abnimmt. Sicher aber sei es nicht, betont Wertheimer.

Arbeitsvertrag ist Voraussetzung

Sicher sei nur, dass Personenfreizügigkeit nur gelte, wenn ein gültiger Arbeitsvertrag vorliege, so die Mediensprecherin des SEM: «Den braucht es, um via Personenfreizügigkeit in die Schweiz zu kommen. Oder es handelt sich beispielsweise um Familienangehörige der Menschen, die hier arbeiten werden.»

93 Aufenthaltsbewilligungen wurden im Juni für Familienmitglieder von rumänischen und bulgarischen Einwanderern erteilt, fast genau gleich viele wie im Juni letzten Jahres – und fast nur für Angehörige von Arbeitskräften mit mehrjährigen Aufenthaltsbewilligungen.

Diese arbeiten sehr häufig im Bereich Planung, Beratung und Informatik. Leute mit Kurzaufenthaltsbewilligungen dagegen sind hauptsächlich in der Pflege tätig, im Gastgewerbe und in der Landwirtschaft.

28 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Meier (Kurt3)
    @ Rolf Bolliger, das Wort Sozialpfropfen existiert nicht. Wenn man es googelt, erscheint es nur in Kommentaren eines " Robo oder Faktus" . Interessant, nicht war ?
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Wenn ich "mein" Wort zur Sozial-Missbrauchs-Situation "Sozialpfropfen" nenne, ist dies im Vergleich zu all den Verunglimpfungs-Wörter, der hier bekannten SVP-Phobien-Kranken", geradezu ein "Chorbuben-Lied"! Man kann unser (leider zu oft missbrauchte) Sozialsystem nennen wie man will, es wird auch für viele neue Ankömmlinge aus Bulgarien und Rumänien bald zum wichtigsten Bezugsamt werden, Herr Meier, aus der Ferne!
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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Seit Rumänien und Bulgarien zur Europäischen Union gehören verlassen Roma Familien mit Sack und Pack ihre dortigen Siedlungsgebiete und ziehen nach Deutschland. Das war voraussehbar.10tausende leben inzwischen auch in Berlin vor allem in Neukölln. Die dortigen mittlerweile nahezu kompletten rumänischen Dorfgemeinschaften bilden sagte Heinz Buschkowsky ohne Schnörkel. Immerhin Bezirksbürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln Die Märchenstunde wird bald auch bei uns der Realität weichen
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  • Kommentar von Ruedi Hammer (Ruedi Hammer)
    Das kann alles gar nicht stimmen, denn aufgrund des riesigen Fachkräftemangels im Lande hatten wir auch keinen Experten, der dies jemals vorausgesehen haben konnte ...
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    1. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Na endlich denkt jemand logisch... :D
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