Bund baut Förderung des Spitzensports aus

Spitzensportler können sich künftig bis zu 130 normale Trainings- und Wettkampftage im Jahr als militärische Diensttage anrechnen lassen. Sie erhalten damit Geld aus der Erwerbsausfallversicherung EO. Dies hat der Bundesrat entschieden.

Schwingerkönig Kilian Wenger in der Sportler-RS

Bildlegende: Mehr Sportförderung über die Armee (hier Schwingerkönig Kilian Wenger in der Sportler-RS) Keystone

Der Bundesrat verdoppelt die Anzahl der Trainings- und Wettkampftage, für welche Spitzensportler sich aus der Erwerbsausfallversicherung EO bezahlen lassen können, auf 130 jährlich. Diese Tage gelten neu als militärische Diensttage. Die neue militärische Sporthilfe entspricht damit dem Lohn für eine durchschnittliche 50-Prozent-Stelle.


Mehr Geld für Spitzensportler

2:07 min, aus HeuteMorgen vom 22.08.2013

Peter Minder, Infochef des Verteidigungsdepartements VBS, spricht von einem Meilenstein in der Förderung des Spitzensports. «Wenn ein Spitzensportler berufstätig ist, um seine Karriere zu finanzieren, dann war das bis jetzt immer ein Problem, weil er sehr viel Freizeit investieren musste.» Jetzt könnten Athleten bei einem 50-Prozent Pensum bleiben und sich zu den anderen 50 Prozent dem Spitzensport zuwenden.

Wer eine Randsportart betreibt, findet schwer Sponsoren

Profitieren können von der Neuregelung beispielsweise Handballer oder Fechter. Gerade für letztere sei es of schwierig, Sponsoren zu finden, da sie in der Öffentlichkeit wenig bekannt seien, so Minder. Die Kosten der neuen Fördermassnahme betragen rund vier Millionen Franken im Jahr.

Kritisch zu der Neuerung äussert sich SP-Nationalrätin Evi Allemann. Sie habe nichts gegen Sportförderung, so die Parlamentarierin. Da das Geld im Falle des Spitzensports aber nur einigen wenigen zugute komme, sollte sie jedoch nicht über die Armee finanziert werden.