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Schweiz Bund baut Förderung des Spitzensports aus

Spitzensportler können sich künftig bis zu 130 normale Trainings- und Wettkampftage im Jahr als militärische Diensttage anrechnen lassen. Sie erhalten damit Geld aus der Erwerbsausfallversicherung EO. Dies hat der Bundesrat entschieden.

Schwingerkönig Kilian Wenger in der Sportler-RS
Legende: Mehr Sportförderung über die Armee (hier Schwingerkönig Kilian Wenger in der Sportler-RS) Keystone

Der Bundesrat verdoppelt die Anzahl der Trainings- und Wettkampftage, für welche Spitzensportler sich aus der Erwerbsausfallversicherung EO bezahlen lassen können, auf 130 jährlich. Diese Tage gelten neu als militärische Diensttage. Die neue militärische Sporthilfe entspricht damit dem Lohn für eine durchschnittliche 50-Prozent-Stelle.

Peter Minder, Infochef des Verteidigungsdepartements VBS, spricht von einem Meilenstein in der Förderung des Spitzensports. «Wenn ein Spitzensportler berufstätig ist, um seine Karriere zu finanzieren, dann war das bis jetzt immer ein Problem, weil er sehr viel Freizeit investieren musste.» Jetzt könnten Athleten bei einem 50-Prozent Pensum bleiben und sich zu den anderen 50 Prozent dem Spitzensport zuwenden.

Wer eine Randsportart betreibt, findet schwer Sponsoren

Profitieren können von der Neuregelung beispielsweise Handballer oder Fechter. Gerade für letztere sei es of schwierig, Sponsoren zu finden, da sie in der Öffentlichkeit wenig bekannt seien, so Minder. Die Kosten der neuen Fördermassnahme betragen rund vier Millionen Franken im Jahr.

Kritisch zu der Neuerung äussert sich SP-Nationalrätin Evi Allemann. Sie habe nichts gegen Sportförderung, so die Parlamentarierin. Da das Geld im Falle des Spitzensports aber nur einigen wenigen zugute komme, sollte sie jedoch nicht über die Armee finanziert werden.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Jedes Land braucht seine Gladiatoren, sie sind es, die eine Bevölkerung als Gemeinschaft zusammenhalten. Das war schon bei den alten Griechen und Römern so, weshalb sollte es heute anders sein. Was wäre denn, zum Beispiel, aus einem Herrn Ogi wohl je geworden, wäre nicht der Sport daran 'schuld' gewesen, ihn überhaupt bekannt und populär zu machen. Der Spitzensport hilft der Politik, und als Dank dafür hilft die Politik dem Spitzensport. Zahlen dafür müssen aber die, die immer für alles zahlen.
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Für Sport wird bezahlt, für das Asylwesen und das restliche Geld wandert in die Entwicklungshilfe im Ausland.....
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    So eine richtige Verwahrlosung hat sich im VBS breitgemacht. Sportler dürfen sich Diensttage anrechnen lassen. Und was ist zB. mit den Studierenden, den Lernenden, den Arbeitenden, was müsste man denen doch auch als Diensttage anrechnen? - Nobel muss die Armee zugrunde gerichtet werden. (smile)
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