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Schweiz Bund plant totales Werbeverbot für Zigaretten

Der Bund will mit dem neuen Tabakgesetz die Zigarettenwerbung massiv einschränken: Auf Plakaten, in Zeitungen und im Kino soll nicht mehr für Zigaretten geworben werden dürfen. Das zeigt der amtsinterne Entwurf, der «10vor10» vorliegt.

Legende: Video Entwurf für neues Tabakgesetz abspielen. Laufzeit 3:46 Minuten.
Aus 10vor10 vom 06.02.2014.

Der Bund will die Zigarettenwerbung stark einschränken: «In Zeitungen, Zeitschriften oder anderen Publikationen», «auf Plakaten und allen anderen Formen der Aussenwerbung» sowie «in Kinos», sollen Tabakprodukte nicht mehr beworben werden dürfen. So steht es in Artikel 14 des neuen Tabakgesetzes, der «10vor10» vorliegt.

Plakatwerbung an Strasse.
Legende: Während der Bund Werbung stark einschränken will, lässt er das umstrittene Sponsoring von Veranstaltungen weiter zu. Keystone

Der Gesetzesentwurf befindet sich zur Zeit in der Ämterkonsultation. «Für die Lungenliga steht der Jugendschutz im Vordergrund», sagt Sonja Bietenhard zu den Recherchen von «10vor10». Die Lungenliga begrüsst das geplante Werbeverbot: «Ein umfassendes Werbeverbot soll verhindern, dass Jugendliche richtiggehend zum Rauchen verführt werden», so die Direktorin der Lungenliga Schweiz.

Tabakwarenhändler konsterniert

«Das ist für uns eine totale Überregulierung», sagt demgegenüber Hans Hess von der Vereinigung des Schweizerischen Tabakwarenhandels. Für ihn schiesst der Entwurf des Bundesamts für Gesundheit weit übers Ziel hinaus. Ins gleich Horn stösst auch Hanspeter Lebrument, Präsident der Schweizer Verleger: «Rauchen ist erlaubt, deshalb sollen Zigaretten auch beworben werden dürfen», kommentiert Lebrument den Gesetzesentwurf des Bundes.

Weiterhin grosse Möglichkeiten für Sponsoring

Während der Bund die Werbung stark einschränken will, lässt er das umstrittene Sponsoring von Veranstaltungen weiter zu. So sollen die Tabakfirmen bei Openair-Festivals und Kulturveranstaltungen weiterhin als Sponsoren auftreten dürfen. Einschränkungen soll es nur bei Anlässen mit «internationalem Charakter» und «grenzüberschreitender Wirkung» geben. Dort sollen Tabakfirmen zukünftig nicht mehr als Sponsoren auftreten dürfen.

48 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Tja, die Eigenverantwortung hatte nicht funktioniert. Hier geht es eh nur um das Geld und nicht um die Gesundheit. Also, eine reglung des Verbots ist Notwenig zum Schutz der Bevoelkerung.
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  • Kommentar von Jolanda Frischknecht, Chur
    Donnerwetter nocheinmal, der Bundesrat hätte doch tatsächlich Wichtigeres zu tun und auch eeeeeendlich mal umzusetzen, als sich in die Privatssphäre von uns Bürgern mit blödsinnigen Verboten zu mischen.Es ist der einfachere Weg, auf den Kleinen mit Verboten rumzuhacken. Ich rauche nicht, aber ich weiss auch, und das weiss auch jeder Raucher,dass man nur aufhören kann, wenns KLick im Kopf macht. Verbote bewirken das Gegenteil und ist schade um jeden Rappen, der dafür ausgegeben wird.
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  • Kommentar von p.keller, kirchberg
    Praktisch jedes Produkt wird von uns zu teuer bezahlt, damit die Werbung finanziert werden kann, die niemand sehen will.
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