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Schweiz Bund rechnet mit deutlich mehr Asylgesuchen

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) rechnet für 2015 neu mit bis zu 34'000 Asylgesuchen. Die Situation sei «angespannt, aber unter Kontrolle», so das Staatssekretariat gegenüber der «Rundschau». Noch bis Anfang Herbst war der Bund von maximal 31'500 Gesuchen ausgegangen.

Legende: Video Bund rechnet mit mehr Asylgesuchen abspielen. Laufzeit 0:50 Minuten.
Aus Rundschau vom 04.11.2015.

«Die Zahl der Asylgesuche ist ansteigend und sie ist hoch», kommentiert Gaby Szöllösy vom Staatssekretariat für Migration (SEM) gegenüber der «Rundschau» die neuste Enwicklung bei den Asylgesuchen. Der Bund muss seine ursprünglichen Prognosen nach oben korrigieren. Die Unterbringungssituation sei deshalb «angespannt, aber unter Kontrolle», so die Sprecherin weiter. Der Bund habe zusammen mit den Kantonen die Anzahl Plätze massiv erhöhen können.

Prognosen nach oben korrigiert

«Wir rechnen bis Ende Jahr mit 32'000 bis maximal 34'000 Asylgesuchen», sagt Szöllösy. Bis Anfang Herbst war der Bund noch von rund 29'000 bis maximal 31'500 Gesuchen ausgegangen. Doch jetzt muss die Behörde die Schätzung nach oben korrigieren. «Die Situation ist sehr volatil und schwierig einzuschätzen», kommentiert die Szöllösy gegenüber der «Rundschau» die neuste Entwicklung.

Balkanroute bereitet Sorgen

Der Bund geht davon, dass der Ansturm über das Mittelmeer in den nächsten Wochen leicht zurückgehen wird. Die im Herbst stürmische See dürfte einige Flüchtlinge von der riskanten Überfahrt abhalten. «Aber wir wissen nicht, was auf der Balkanroute passiert», so Szöllösy weiter. Deshalb geht der Bund in seiner neusten Prognose von mehr Asylgesuchen aus als bisher.

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54 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Vogt (b.vogt)
    Soeben im Radio SRF berichtet hat die Zahl der Asylsuchenden diese Woche drastisch zugenommen. Viele Afghanen welche in Deutschland unzufrieden sind, kommen nun in die Schweiz. Man sagt etwa 1400 in den letzten 4 Tagen alleine. Das ganze war ja abzusehen, aber statt diese wieder zurück nach Deutschland zu schicken so wie es die Schengenverträge ja vorsehen werden sie jetzt hier gut behandelt so das sich das dann schnell herum spricht. Die Grenzen sind unterdessen weit offen. Es ist zum heulen.
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    1. Antwort von R. Glättli (R. Maier-G.)
      Ja, so ist es leider! Jetzt müssen wir ja alle möglichen SVP-Kandidaten wählen, um die Situation noch einigermassen zu retten!
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  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    "«Wir rechnen bis Ende Jahr mit 32'000 bis maximal 34'000 Asylgesuchen», sagt Szöllösy. Bis Anfang Herbst war der Bund noch von rund 29'000 bis maximal 31'500 Gesuchen ausgegangen." Das ist gar nicht viel. Auch wenn manche ohnehin immer nur hyperventilieren dabei und so tun, als ob das schlimmer sei als z.B. im Libanon oder in Jordanien. Die die sind ja alle auch nur zufällig Schweizer.
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    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Ursula, die 32000./. Neuzugaenge entsprechen einem Staedtchen... und dann kommt noch der familiennachzug dann haben wir schon eine mittlere Stadt.. und das Jahr fuer Jahr... mach mal die Augen auf..
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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Herr Bühler: Es wird eben nicht gehandelt, da die links-grüne Politik mit ihrer BR Sommaruga versagt hat. Bis ende Jahr kommen über 50'000 "Asylanten" ob echt oder unecht. Die Grünen und Linken verlangen, dass zu den Ressourcen und der Umwelt Sorge getragen werde; den CH-Einwohnern werden CO2-Gebühren und viele weitere mehr abverlangt und im gleichen Moment werden 10'000e aufgenommen. Da stimmt doch etwas nicht, jetzt muss sich die Mehrheit des Volkes wehren - das kommt nicht gut.
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