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Schweiz Bund und Jenische einigen sich – vorläufig

Die Radgenossenschaft der jenischen Fahrenden und das Bundesamt für Kultur haben sich nach langen Differenzen geeinigt. Das Bundesamt hatte der finanziell angeschlagenen Radgenossenschaft das Vertrauen entzogen. Nun arbeiten beide Seiten wieder zusammen – mit Auflagen.

Archivbild vom Durchgangsplatz für Fahrende in Allmendingen bei Thun
Legende: Archivbild vom Durchgangsplatz für Fahrende in Allmendingen bei Thun Keystone

Die Radgenossenschaft der Landstrasse versteht sich als Dachgenossenschaft der Fahrenden, einer in der Schweiz offiziell anerkannten Minderheit.

Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt die Organisation mit gut einer Viertelmillion Franken pro Jahr. Geld, das gefährdet schien, nachdem letztes Jahr gegen den Geschäftsführer Vorwürfe aufgetaucht waren wegen ungetreuer Geschäftsführung.

Nun aber habe man eine Einigung erzielt, sagt Fiona Wigger, beim BAK zuständig für das Dossier der Fahrenden. Eine provisorische Einigung allerdings. «Wir betrachten 2015 als ein Übergangsjahr». Man wolle die Zeit nutzen, um einen neuen Weg der Zusammenarbeit mit den Organisationen zu suchen.

Für dieses Jahr gibt es fast gleich viel Geld wie früher – 235'000 statt 265'000 Franken. Allerdings will der Bund bei dessen Verwendung Vorschriften machen und kontrollieren. Der umstrittene Präsident der Radgenossenschaft bleibt im Amt. Neu soll nun ein Leistungskatalog erarbeitet werden, auch zusammen mit anderen Organisationen von Fahrenden.

(Sendebezug: SRF 4 News, 18.00 Uhr)

4 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier, Zürich
    Also wenn man die Mercedes-Transporter sieht, scheint ja wohl Geld kein Problem zu sein. Abgesehen davon, Frau Zelger, sind 250'000 ein Klaks. Sie haben wohl nicht so ganz die Relation zum Staatsetat der Schweiz...
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  • Kommentar von Susi Schmid, Weesen
    Und dann noch Privatunterricht für Fahrende Kinder, da sie nur wenig in die Schule gehen. Unglaublich! Und das mit unseren Steuergelder! Und wenn wir als Familie eine Auszeit machen möchten, habe ich wegen der Schule so viele Auflagen am Hals. Was für ein System ist das eigentlich?
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Fr. 250'000.-- pro Jahr werden wieder aus der Steuerzahlerkasse genommen und wie gewohnt, ohne das Volk zu befragen. Wo nimmt denn der Bund nur das viele Geld her? Und wo hat er im Sinn, diese Beträge einzusparen? Eine initiative über Volksbefragung bei grösseren Ausgaben wäre mehr als überfällig. Wenn der Bundesrat nicht fähig ist, zum Geld zu schauen, muss halt das Volk die Kontrolle übernehmen.
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