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Jahreszahlen SNB Bund und Kantone dürfen sich über hohe SNB-Ausschüttung freuen

Legende: Video Geldsegen von der SNB abspielen. Laufzeit 2:34 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.01.2017.
  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erwartet für 2016 einen Jahresgewinn von 24 Milliarden Franken. Dies die provisorische Rechnung.
  • Dank des Gewinns beläuft sich die Ausschüttung an Bund und Kantone auf ausserordentlich hohe 1,5 Milliarden Franken.
  • Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug gut 19 Milliarden Franken.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) geht für das vergangene Geschäftsjahr 2016 nach provisorischen Berechnungen von einem Gewinn in der Grössenordnung von gut 24 Milliarden Franken aus. Bund und Kantone dürften nun nebst der ordentlichen Ausschüttung von 1 Milliarde Franken auch noch in den Genuss einer Zusatzausschüttung von einer halben Milliarde kommen.

Keine Überraschungen

Der hohe Gewinn für das abgelaufene Jahr kommt nicht überraschend: Bereits nach neun Monaten hatte die SNB ein Plus von knapp 29 Milliarden Franken ausgewiesen. Und die Analysten der UBS rechneten zuletzt mit einem Jahresgewinn im Bereich von 26 bis 27 Milliarden. Das Ergebnis der SNB ist jeweils den starken Schwankungen an den Devisen-, Kapital- und Goldmärkten unterworfen. Zuletzt hatte im Jahr 2015 ein Verlust von 23,3 Milliarden resultiert.

Der Löwenanteil des SNB-Gewinns, 19 Milliarden Franken, stammt aus Fremdwährungen. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 3,9 Milliarden, wie die SNB mitteilt.

Mit diesem für 2016 erwarteten Ergebnis sieht sich die SNB in der Lage, den Aktionären eine Dividendenzahlung von erneut 15 Franken pro Aktie zu bezahlen, was dem im Gesetz festgelegten maximalen Betrag entspricht. Bund und Kantonen steht eine ordentliche Ausschüttung von 1 Milliarde Franken zu.

500 Millionen zusätzlich

Bund und Kantone dürfen sich auch noch auf eine Zusatzausschüttung freuen: Da die Ausschüttungsreserven nach Gewinnverwendung den Betrag von 20 Milliarden übersteigen, kommen sie in den Genuss von einer Zusatzausschüttung in der Grössenordnung von einer halben Milliarde Franken.

Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen wird die SNB am 6. März, den Geschäftsbericht am 23. März publizieren.

Einschätzungen von Wirtschaftsredaktor Klaus Ammann

Der provisorische Gewinn der Nationalbank liegt mit 24 Milliarden Franken leicht unter den Erwartungen. Analysten der UBS beispielsweise waren von 26 bis 27 Milliarden Franken ausgegangen. Allerdings kontrastiert der Gewinn für das letzte Jahr mit dem Verlust in gleicher Höhe (23 Milliarden Franken) für 2015. Für die Kantone und den Bund ist das provisorische Ergebnis erfreulich. Sie dürfen mit einer aussergewöhnlich hohen Ausschüttung der Nationalbank von voraussichtlich 1,5 Milliarden Franken rechnen. Die definitiven Zahlen werden zwar erst im März publiziert, weichen in der Regel jedoch nur minim von den provisorischen ab.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Auch einmal interessant wäre es mal genauer zu erfahren, wer da was bzw. wie viel bekommt und wer da leer ausgeht. So eine Übersicht wäre zumindest mal interessant.
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    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      H. Haller leer ausgehen diejenigen die keine Schulden machten und die Verantwortung selber getragen hatten,um im alter eine gewisse Reserve zur AHV haben.Nun gibt es fast keine Zinsen mehr,für das Geld das Jahre zur Verfügung gestellt wurde Das ist wohl das traurigste von der ganzen Finanzpolitik. Mag mich Erinnern, es gab vor cà 40 Jahren noch 7% auf 5 jährige Obligationen.Heute gibt es gerade mal zwischen 0,5% bis 1 %. Der Sparer ist heute geprellt,für die Verantwortung der er/sie übernahm.
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Die Nationalbank könnte mit den Euros ausländische Firmen aufkaufen, wie das China offiziell auch tut. Monsanto und wieso nicht gleich VW? Das wäre langfristig angelegtes Geld und man könnte dafür sorgen, dass es keine Dieselskandale mehr gibt. Und vielleicht auch dafür sorgen, dass Verwaltungsratsmitglieder keine 3100Euro-Abgangsrente mehr bekommen - PRO TAG!!!
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    1. Antwort von Benedikt Jorns (Benedikt Jorns)
      Die Nationalbank besitzt etwas mehr als soviel ausländische Währung wie die Schweizer Wirtschaft in einem Jahr insgesamt einbringt (700 Milliarden SFr). Genau gleichviel Schweizer Währung besitzen die ausländischen Zentralbanken. Es tut weh zu sehen, dass dadurch nicht nur wir sondern auch das Ausland so schrittweise ganze Konzerne in einem fremden Land kaufen kann.
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  • Kommentar von Markus Berner (Markus Berner)
    Wieso nicht das Geld als Helikoptergeld an die Bewohner der Schweiz auszahlen?Das Geld gehört schliesslich uns allen. Und wenn das Geld an die Bevölkerung ausgezahlt wird, so würde das auch die Wirschaft beleben, denn viele Bürge würden das überraschend erhaltene Geld rasch ausgeben.
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    1. Antwort von Alex Bauert (A. Bauert)
      Gerne. Ich fahre dann mal nach Frankreich einkaufen ;-)
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