Bundesanwaltschaft untersucht Mord an IKRK-Delegierten

Der Schweizer Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz war Anfang Juni in Libyen erschossen worden. Nun wird gegen Unbekannt ermittelt.

IKRK-Fahne auf Halbmast

Bildlegende: Am Tag danach: Die Fahne am IKRK-Hauptgebäude in Genf flatterte auf Halbmast. Keystone

Die Bundesanwaltschaft untersucht den Tod eines IKRK-Delegierten in Libyen. Am 4. Juni war der Schweizer von bewaffneten Männern in Sirte im Norden des Landes in einem Auto aus allernächster Nähe erschossen worden.

Am vergangenen Donnerstag wurde das Verfahren gegen Unbekannt eröffnet. Dies teilte die Bundesanwaltschaft jetzt mit. Ermittelt wird wegen Mordes in Verbindung mit der Beteiligung beziehungsweise Unterstützung einer kriminellen Organisation. Gemäss staatsvertraglicher Verpflichtung muss die Bundesanwaltschaft die im Ausland begangene Tat verfolgen.

Weitere Angaben machte die Bundesanwaltschaft nicht. Sie teilte zudem mit, die Leiche des Getöteten sei vergangene Woche in die Schweiz überführt worden.