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Gambischer Ex-Minister Bundesanwaltschaft weitet Strafuntersuchung gegen Sonko aus

Legende: Audio Neue Vorwürfe gegen Sonko abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
01:26 min, aus HeuteMorgen vom 03.08.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Januar läuft in der Schweiz eine Strafuntersuchung gegen den ehemaligen gambischen Innenminister Ousman Sonko. Der Vorwurf: Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
  • Sonko soll für schwerste Folterhandlungen in Gambia verantwortlich sein. Diese sollen die Polizisten, das Gefängnispersonal oder Gruppen, die ihnen nahe stehen, ausgeführt haben.
  • Nun erhebt die Bundesanwaltschaft neue Vorwürfe gegen Sonko. Er bleibt deshalb länger in Haft.
  • Sonko hatte im November des letzten Jahres ein Asylgesuch in der Schweiz eingereicht.

Die Bundesanwaltschaft hat ihre Strafuntersuchung gegen Ousman Sonko auf weitere Tatbestände ausgedehnt. Sie stütze sich dabei auf Aussagen mehrerer Straf- und Zivilkläger sowie von Zeugen, wie sie gegenüber SRF News erklärt. Um welche neuen Tatbestände es sich handelt, will die Behörde derzeit nicht präzisieren.

Die Bundesanwaltschaft habe wegen der Ausdehnung der Untersuchung beim zuständigen Gericht eine Verlängerung der Untersuchungshaft um weitere drei Monate beantragt, diese sei bewilligt worden. Sonko hätte sonst letzte Woche aus der Haft entlassen werden müssen.

Legende: Video Folter-Kommandant Sonko: Gambia will ihn zurück (Archiv) abspielen. Laufzeit 13:25 Minuten.
Aus Rundschau vom 22.02.2017.

Mittlerweile seien weitere Strafanzeigen gegen den ehemaligen gambischen Minister eingereicht worden, erklärt die Bundesanwaltschaft weiter. Aus ihren Ausführungen geht zudem hervor, dass sie ein Ersuchen um Rechtshilfe nach Gambia geschickt hat.

Die gambischen Behörden hätten deswegen mit der Bundesanwaltschaft Kontakt aufgenommen. Das angekündigte Auslieferungsgesuch aus Gambia hingegen ist nach wie vor nicht in der Schweiz eingetroffen, wie ein Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Justiz erklärt.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von M Fontana (Kabako)
    "Ach richtig, wir übergeben ihn der jetzigen gambischen Regierung die seine Regierung gestürzt hat, damit die ihn umbringen. " Die aktuelle Regierung wurde vom gambischen Volk demokratisch gewählt, und hat keine Regierung gestürzt, sondern eine militärisch geputschte Diktatur von 22 Jahren beendet, die mehr als blutig war. Dass bei einigen Kommentaren das Geld so im Vordergrund steht, ist erbärmlich.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich sehe nicht ein, warum man für diesen Mann auch noch Geld ausgibt. Es sollte schon längst ausgeliefert sein.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Auslieferung nach Gambia. Die zuständige Justiz soll ihm den Prozess machen. Kriegsverbrechen müssen bestraft werden - egal wie die gambische Regierung entscheidet. Es kann nicht sein, dass auf Kosten unserer Steuerzahler solche Menschen bei uns länger inhaftiert bleiben. Die Schweiz muss die gambische Regierung auffordern die Rückführung schneller zu bearbeiten - oder ihn direkt ausfliegen.
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