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Schweiz Bundespersonal erhält dieses Jahr keine Lohnerhöhung

Wegen der vom Bundesrat beschlossenen Sparmassnahmen gibt es für die Bundesangestellten auf 2016 keine generelle Lohnerhöhung. Auch individuelle Lohnerhöhungen und Leistungsprämien fallen kleiner aus. Durchschnittlich sind die GAV-Löhne 2015 allerdings gestiegen.

Die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung gehen bei der diesjährigen Lohnrunde leer aus. Wegen der schwierigen Finanzlage des Bundes erhalten sie für 2016 keine generelle Lohnerhöhung.

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf informierte die Personalverbände, dass für das nächste Jahr weder Reallohnerhöhungen noch ein Teuerungsausgleich vorgesehen sind. Sie begründete den Entscheid mit der angespannten Finanzlage des Bundes und der negativen Teuerung, wie das Finanzdepartement (EFD) mitteilte.

Die Nullrunde kommt nicht überraschend: Bereits im Mai hatte Widmer-Schlumpf die Personalverbände darüber orientiert, dass keine Mittel für Lohnmassnahmen im Budget berücksichtigt worden sind. Die Analyse der Situation habe sich seither nicht geändert, schreibt das EFD.

Auch Leistungsprämien betroffen

Wegen der vom Bundesrat im September beschlossenen Sparmassnahmen wird ab nächstem Jahr auch der Spielraum für individuelle Lohnerhöhungen und Leistungsprämien bei den Bundesangestellten kleiner. Durch die Massnahmen werden insgesamt 28 Millionen Franken eingespart.

Der Bundesrat senkte unter anderem die mögliche Lohnentwicklung je nach Beurteilungsstufe um 0,5 bis 2 Prozent. Bei einer sehr guten Beurteilung beträgt die höchste mögliche Lohnentwicklung neu 3 Prozent statt wie bisher 5 Prozent. Zudem erhalten die Bundesangestellten eine erste Treueprämie nicht mehr nach fünf, sondern erst nach zehn Jahren.

Protestmarsch bisher ohne Wirkung

Die Bundesangestellten hatten vergangene Woche mit einem Protestmarsch und einer Petition für die Anerkennung ihrer Arbeit und gegen das bundesrätliche Sparprogramm protestiert.

Rund 500 Personen hatten die von über 6600 Mitarbeitenden unterschriebene Petition bei der Bundeskanzlei eingereicht. Darin forderten sie einen Stopp des Abbaus bei Löhnen und Arbeitsbedingungen.

GAV-Löhne gestiegen

Die Löhne in den Branchen mit einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sind laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) in diesem Jahr um durchschnittlich 0,8 Prozent gestiegen. Davon wurden 0,5 Prozentpunkte individuell und der Rest generell beschlossen. Die Mindestlöhne legten um 0,7 Prozent zu. Bei 27 GAV führten die Lohnverhandlungen zu keinem Abschluss.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Hofer (Tobias Hofer)
    Ich fordere betreffend Bundespersonal: Jährlich fix für alle 10%, Gehaltskürzumg! Dies so lange, bis die Löhne beim Bund auf ein anständiges Niveau gesunken sind. Es kann doch einfach nicht sein, dass der Steuerzahler Jahr für Jahr noch mehr berappen muss, um staatliche Dienste abzugelten, die höchst ineffizient und von massiv überbezahltem Personal geleistet werden.
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (parteilos!!)
      Haben sie für die Ineffizienz dieser Menschen konkrete Beispiele oder verhandelt man dies am Stammtisch in Subingen? Solche Pauschalisierungen sind weder seriös noch entbehren sie jeglicher Wahrheiten. Seien sie froh, dass wir einen funktionierenden Staatsapparat haben. Als Bürger haben sie Rechtssicherheit, was sie in anderen Ländern mit Schmiergeldern bewerkstelligen müssen. Wollen sie ein solches Günstlings- & Korruptionssystem? Dann nur weiter so!
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  • Kommentar von Lutz Bernhardt (lb)
    Hochachtung vor den Bundesangestellten, wenn sie das so schlucken. Ich schaff in der freien Wirtschaft. Nach der Bankenkrise und dem Franken-Hoch gingen unsere Umsätze auf 30% zurück. Folge: Gehaltskürzungen auf oder um 50%, oder die Firma zumachen. Welcher (Staats-)Angestellte würde da mitspielen? Inzwischen ist bei uns ja alles wieder im grünen Bereich! Das Leben ist (leider? oder glücklicherweise?) life, mit allen Unwägbarkeiten! Wer das nicht akzeptiert, hat im Grunde schon verloren!
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    1. Antwort von Tobias Hofer (Tobias Hofer)
      Ausserdem: Gäbe es bei den Bundesangestellten eine Gehaltskürzungen auf oder um 50%, würden sie wohl immer noch mehr verdienen als so Mancher in der freien Wirtschaft bei Hochkonjunktur!
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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Mit Ausnahme des Putzpersonal ist es auch nicht nötig!
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