Bundesrat macht Geld für den Bahnausbau locker

Der Bundesrat hat 235 Millionen Franken für die nächste Tranche der Ausbauten im Rahmen der «Zukünftigen Entwicklung der Bahninfrastruktur» (ZEB) freigegeben. Das Geld fliesst in sechs Projekte in der Westschweiz.

SBB Gleisbauer bei der Arbeit.

Bildlegende: Sechs Infrastrukturprojekte sollen mit dem 7. Ausbaupaket realisiert werden. Keystone

Bis ins Jahr 2025 sind für den Ausbau der Bahninfrastruktur insgesamt 5,4 Milliarden Franken vorgesehen. Priorität hat bei dem nun bewilligten 235 Millionen-Paket die Westschweiz.

Der Löwenanteil von rund 100 Millionen Franken wird für den Bau einer 1200 Meter langen Eisenbahnbrücke zwischen Lausanne und Renens (VD) verwendet. Dank dieser kann die Anzahl Fernverkehrs- und Regionalzüge im Westen des Bahnhofs Lausanne erhöht werden, sodass künftig mehr Züge in Richtung Genf, Yverdon, Bern und dem Wallis fahren können.

Die siebte Vereinbarung zwischen dem Bund und der SBB umfasst weiter sogenannte Profilerweiterungen zwischen Vevey (VD) und Leuk (VS). Diese sollen es ermöglichen, Doppelstockzüge auf der Linie von Genf nach Brig einzusetzen. Zudem wird im Osten von Romont (FR) ein Überholgleis für 750 Meter lange Güterzüge auf der Ost-West-Achse geschaffen, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) mitteilte.

Zugersee Ost verschoben

Die Inangriffnahme des geplanten SBB-Bauprojekts an der Ostseite des Zugersees verzögert sich. Weil in diesem Zusammenhang ein Gerichtsverfahren hängig ist, hat die SBB entschieden, die vorgesehene Streckensperre und den Baubeginn um mindestens ein Jahr zu verschieben. Die Arbeiten beginnen nun frühestens Ende 2017.