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Schweiz Bundesrat prüft Armeeeinsatz im Ebola-Gebiet

Schweizer Armeeangehörige werden möglicherweise ab Mitte November im Ebola-Gebiet in Liberia im Einsatz stehen. Die 90 Freiwilligen wären mit drei Helikoptern für Transporte und Logistik zuständig, nicht aber für Krankentransporte. Der Bundesrat wird erst nach einer Erkundungsmission entscheiden.

Legende: Video Bundesratssprecher Simonazzi zur Ebola-Mission (franz.) abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus News-Clip vom 15.10.2014.

Nach einem Appell der UNO prüft auch die Schweiz, ob und wie die Hilfe in den Ebola-Gebieten Westafrikas verstärkt werden kann. Der Bundesrat hat heute entschieden, einen solchen Hilfseinsatz in enger Zusammenarbeit mit der DEZA abzuklären.

Wie Bundesratssprecher André Simonazzi vor den Medien erklärte, ginge es beim Beitrag an die UNO-Mission für den Notfalleinsatz gegen Ebola (UNMEER) um Hilfe bei Transport und Logistik. Dazu gehörten der Transport von Hilfsgütern und der Aufbau von Infrastruktur. Erste Priorität hat Liberia.

Krankentransporte ausgeschlossen

Bei der Hilfsmission würden schätzungsweise 90 freiwillige Armeeangehörige und Zivilpersonen sowie drei Helikopter zum Einsatz kommen. Krankentransporte würden nicht unter die Aufgaben fallen, wie Simonazzi betonte. Es gehe hier um dringend benötigte logistische Hilfe – für Hilfsgüter und Hilfspersonal. Bisher hat die DEZA neun Millionen Franken für die Hilfsgüterverteilung und die Hilfe an Organisationen vor Ort eingesetzt.

Entscheid erst nach Erkundungsmission

Vor allem allfälligen Entscheid wird es aber eine Erkundungsmission geben, um Sicherheitsfragen wie auch gesundheitliche Fragen abzuklären. Dazu wird das VBS Ende Oktober ein unbewaffnetes Detachement schicken. Aufgrund der Resultate werde dann beurteilt, ob die vorgesehene Hilfe möglich und sinnvoll sei.

Im Falle einer positiven Beurteilung würde ein Antrag an den Bundesrat gestellt. «Eine erste Ablösung wäre dann ab Mitte November möglich», halten VBS und EDA in einer Mitteilung fest. Über die Mission kann die Landesregierung selbst entscheiden. Der Einsatz müsste dann vom Parlament in der Wintersession nachträglich genehmigt werden.

Bereits über 4000 gemeldete Ebola-Tote

Die Zahl der registrierten Ebola-Opfer inWestafrika ist auf mehr als 4000 gestiegen. Die am stärksten betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone meldeten bisher insgesamt 4024 Tote und 8376 Erkrankte, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Wochenende in Genf mitteilte. Besonders dramatisch ist die Lage in Liberia, wo mehr als die Hälfte aller Opfer verzeichnet wird. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

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45 Kommentare

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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Sind die Chinesen/Inder,etc.auch vor Ort um zu helfen?Einfach unglaubwürdig diese Hypokrisie.Da werden Abertausende von Menschen,für wirtschaftliche Interessen abgeschlachtet,verstümmelt,zu Krüppeln gemacht(seelisch,geistig,körperlich)schlimmer als Vieh(Tierschützerorganisationen würden Zeter/Mordio schreien).Und hier haben offenbar wiede einmal,unterbeschäftigte(verwirrte?),angebliche Führungseliten ein Betätigungsfeld gefundenen,"Drama Queen"zu spielen.Sind wir endgültig im Irrenhaus gelandet?
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  • Kommentar von U.E.Romer, Zuerich
    Es ist schon bedenklich, wie viel Egoismus in diesem Forum vorhanden ist. So nach dem Motto: "Mir soll es gut gehen, die anderen sollen verenden". Also lieber das WEF schützen als Menschen vor dem sicheren Tod retten..Es wird ja nicht ein Pflchteinsatz sondern das Ganze beruht auf Freiwilligkeit.
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    1. Antwort von P.Bürger, Schaffhausen
      @U.Romer:Ihre Analyse trifft ins Schwarze.Leider ist in diesem reichen Land die beschriebene Tendenz je länger,je mehr ersichtlich.Es herrscht eine Kultur des Egoismus & Raffgier.Die Kommentare sind teilweise derart menschenverachtend,dass einem schaudert.Bedenklich ist auch,dass sich oft auch Menschen im letzten Lebensabschnitt derart radikalisieren lassen,zumal gerade sie eigentlich auf ein «recht erfülltes»Leben zurück blicken könnten.Doch gerade diese Menschen mögen nicht mehr teilen.Schade!
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      U.E.R./Warum gehen nicht SIE? In der Regel werden jene "freiwillig"gehen,die hier kein Auskommen haben.Von Geld abhängig sind,oder eine"Chance" wittern,da gut bezahlt.Ähnlich wie im US-Militär.Die Armen,Chancenlosen,kann man am Besten für die"Hirngespinste" einiger irgendwie"belasteter,unausgefüllter"Individuen für solche "Nervenkitzel-Spielchen",mobilisieren.Nicht wahr?Ein Leben um ein Anderes.Wie damals in den römischen Arenen.Gladiatoren/Wildtiere gegen Sklaven.Kampf um Leben und Tod! EKLIG!
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    3. Antwort von P.Bürger, Schaffhausen
      A.Käser:Genau solche Kommentare wie der ihrige lassen mich an der Zurechnungsfähigkeit gewisser CH-Bürger zweifeln.Ihre wirklich verwerfliche Einstellung gegenüber Menschen,welche sich eben nicht verkriechen oder hinter Floskeln verbergen,sondern anderen Menschen in Not helfen,erachte ich als höchst Besorgnis erregend.Ich weiss nicht,in welchem Lebensabschnitt sie gerade stehen,doch sollten sie «lebenserfahren» sein, sollten sie dringend in sich gehen & ihr Menschenbild überdenken.DRINGEND!
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    4. Antwort von M. Tisserand, Indonesien
      @Bürger&Romer: tut mir Leid, aber zuviel falsches "Mitgefühl" bringt uns alle in höchste Gefahr. Dies ist eine verweichlichte Denkart die zu Überbevölkerung und Leid in Milliardenzahl führt. Endeffektlich erzeugt ihre Denkart viel mehr Leid. Sicher hart, aber ein kosmisches Gesetz!
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    5. Antwort von P.Bürger, Schaffhausen
      M.T:Es schleckt keine Geiss weg,dass die Welt aus allen Nähten platzt& auf diesem Planeten zu viele Menschen leben.Ich habe doch nie etwas anderes behauptet.Doch jeder,der in diese Welt lebt,hat doch mindestens das Recht,dass er nicht wie ein Tier behandelt wird.Oder wollten sie,dass wir sie als Tier behandeln?Ist unsere Daseinsberechtigung mehr als die eines Afrikaner?Viele denken so,dagegen wehre ich mich!Es ist ekelerregend solche selbstherrliche Kommentare zu lesen.Es sind immer die anderen!
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    6. Antwort von A.Käser, Zürich
      Sehen Sie P.Bürger,ich tue vermutlich,täglich das Gleiche wie Sie,nehme ich an.Ich aktualisiere mein Menschenbild.Dabei versuche ich,mich nicht auf "vorgegleiste"Denkmuster,Dogmen und wage Annahmen abzustützen.Denn dies ergäbe,über kurz oder lang,ein"wackeliges,und einsturzgefährdetes" Gebäude für meinen Geist."Den einzigen Gott den ich erkenne,ist die Wahrhaftigkeit",sagte einst M.Gandhi.Zudem erklärte er,dass er von Tag zu Tag erneut versuche,die Wahrheit zu erkennen.Versuche dies ebenso.
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    7. Antwort von A.Käser, Zürich
      Also doch P.Bürger(16.10.014;13:52),hypothetisch ein Leben gegen ein Anderes.Welches ist mehr wert? Welches darf mehr kosten? Wer bezahlt für wen,und wieso?Das sind nur einige der Fragen,die einen bei einem "krankhaften"festzustellendem,"Helfersyndrom",so durch den Kopf gehen.Es gibt Werbekampagnien für"Lollipops",ebenso wie solche für dramatische,angebliche Virusepidemien.Wer je in Afrika war weiss,dass dort Durchfallserkrankungen(mit Erbrechen)wie auch hämorrhagisches Fieber,zum Altag gehören.
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    8. Antwort von P.Bürger, Schaffhausen
      Werter Herr Käser:Bitte entschuldigen sie meine Direktheit. Ihre Ignoranz ist durch nicht, aber auch gar nichts zu überbieten. Bleibt zu hoffen, dass sie niemals in Afrika an «Durchfall» erkranken mögen.
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Am 03.03.2002 hatte das Volk entschieden, dieser UNO beizutretten, doch ausser den aber Millionen die wir Jaehrlich abdrucken muessen. Gleich wie die NATO haben wir weder Stimmrecht noch hat die Schweiz irgend einen Vorteil davon. Nun ein Appell von der UNO. Wir spenden Geld, entsenden Hilfsguether nach Afrika und das meiste reist sich die Regierung in Afrika unter den Nagel, dass Volk leidet weiter. Die Hilfe kommt nicht an. Rueckfuehrungen sind massiv Limitiert. Nun sollen wir erneut Helfen?
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