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Schweiz Bundesrat Ueli Maurer würde in Brüssel verhandeln

Nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative äussert sich SVP-Bundesrat Ueli Maurer zum ersten Mal in «10vor10» ausführlich zum Abstimmungsergebnis. Er wäre bereit, mit der EU in Brüssel zu verhandeln, «wenn mich der Bundesrat damit beauftragen würde - selbstverständlich».

Legende: Video Ueli Maurer bereit für EU-Verhandlungen abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Aus 10vor10 vom 13.02.2014.

Seit die Schweiz vergangenen Sonntag über die Masseneinwanderungsinitiative abgestimmt hat, wird weitherum über die Umsetzung diskutiert. Nur einer hat sich bisher nicht zu Wort gemeldet: SVP-Bundesrat Ueli Maurer. Nun bricht er sein Schweigen und sagt: «Das Ergebnis hat sich abgezeichnet, wenn man sich bei den Leuten umgehört hat.»

Verhandeln mit Brüssel

Ueli Maurer sagt, er würde selbstverständlich nach Brüssel reisen, um mit der EU über die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative zu verhandeln. «Ich übernehme gerne die Rolle, die mir der Bundesrat dann zuschreibt», sagt er in «10vor10». Zur Frage, ob der Bundesrat ihn denn nach Brüssel entsende, sagt Maurer: «Ich weiss nicht, ob er mich auf den Mond schicken wird oder nach Brüssel, oder ob er mich in der Schweiz lässt.»

Gute Chancen für die Schweiz

Trotz der heftigen Kritik aus ganz Europa am Abstimmungsergebnis sieht Bundesrat Maurer gute Chancen für die Schweiz. «Die Schweiz ist ein erfolgreiches Land mit so vielen Vorteilen. Es ist wie beim Jassen: Man muss immer die Karte spielen, die gerade sticht. Wir haben noch viele Trümpfe im Ärmel.»

Zusammensetzung des Bundesrats überdenken

Ueli Maurer fordert angesichts des Abstimmungsergebnisses die anderen Parteien auf, über die Zusammensetzung des Bundesrates nachzudenken. «Ich glaube, diese Resultate bestätigen einfach, dass auch unsere Partei angemessen im Bundesrat vertreten sein muss. Das entspricht dem Willen des Volkes und ich hoffe, dass das Parlament diesem Willen das nächste Mal gerecht wird.»

45 Kommentare

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  • Kommentar von Barbaplan Barbüda, Scuol
    Jawohl,den brauchen wir in Brüssel sicher nicht. Ihn kann man als Landi VR brauchen aber sonst versteht er einfach zu wenig. In Hinwil Tomaten pflanzen und an OLMA Ferkel grunzend in die Kamera SRF halten, das kann er. Ansonsten war er der schlechteste BR im Militärdepartement. Schmid war 10 mal besser. Er tut mir leid, dass er von Vögeli rausgestuhlt wurde.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Tja da liegt eigentlich ein Teil des Problems, wer soll nach Brüssel gehen. Eines ist gewiss, weder Sie noch ich können das bestimmen und das ist auch gut so. Aber die eine oder andere Seite ausgrenzen wäre sicherlich sehr verhängnisvoll. Das EU-Turbo-Theater hatten wir jetzt 12 Jahre lang und das reicht nun!
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  • Kommentar von Fadri Pitsch, 8004 Zürich
    Muss mich nach der 5 Medaille die GR der CH beschwert an Maurer erinnern, als er an der OLMA mit Ferkel Schwein zum Kameramann kam und grunste. Ja so ein einfacher Mensch sollte unbedingt nicht BR werden. Ohne Studium versteht man die komplexen Situationen leider nicht. Jeder BR ausser Alt BR Ogi, der eine Ausnahme war, da er intuitiv und durch Papa geschult, direkt in die Herzen sprach, schafft es keiner. Dass Ueli den ich persönlich kenne, jetzt realisiert, dass er von Vögeli veralpt wird...
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    "Wir können es wagen...".Wie erwartet,es ging daneben.Auf jeden Fall muss die Sache mit der EU gerichtet werden.Und dafür gibt es keinen besseren als Blocher.Soll er doch ausgestattet mit Verhandlungsvollmacht mit einer Delegation seiner Wahl nach Brüssel entsandt werden!Bin sicher er würde mit einem besseren Ergebnis zurückkommen,als die EU-hörigen BR seit Jahren an Zugeständnissen verbrochen haben.Und genau darum wird Blocher nicht entsandt.Eine vertane Chance,die Verträge zu entschlacken.
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