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Schweiz Bundesrat will Handel mit Kinder-Nacktfotos verbieten

Der Handel mit Nacktaufnahmen von Kindern soll künftig strafbar sein. Der Bundesrat unterstützt eine Motion von SVP-Nationalrätin Natalie Rickli.

Polizisten sortieren Bilder.
Legende: Die Polizei hat immer mehr Mühe, Täter zu stellen. Denn der Handel verschiebt sich ins so genannte Darknet. Keystone

Der Schutz der Kinder sei ihm wichtig, hält der Bundesrat in seiner Antwort auf den Vorstoss fest. Er weist aber darauf hin, dass die neu zu schaffende Strafnorm heikle Abgrenzungsschwierigkeiten mit sich bringen wird.

Heute gelten Bilder, die nicht explizit Geschlechtsteile oder Kinder in sexuellen Posen zeigen, nicht als Kinderpornografie. Pädophile nutzten die Grauzonen aus, schreibt Rickli.

Dabei müsse einerseits sichergestellt werden, dass Fotos fürs Familienalbum nicht kriminalisiert würden. Andererseits dürfe aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass sich viele Täter im Familienumfeld befänden. Diese Kinder müssten vor dem Missbrauch ihrer Bilder geschützt werden, so Rickli.

Rickli verweist auch auf einen internationalen Kinderpornoring, der aufgeflogen ist. Auch in der Schweiz hätten 154 Personen total 306 Filme mit nackten Jungen bestellt. Diese Filme seien in der Schweiz nicht verboten. Deshalb wurden diese Personen nicht überprüft. Der Fall zeige, dass eine Lücke im Strafrecht bestehe.

5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Grossmann, Schönenwerd
    "Andererseits dürfe aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass sich viele Täter im Familienumfeld befänden. Diese Kinder müssten vor dem Missbrauch ihrer Bilder geschützt werden" ..? also nun doch! Hab ja nichts dagegen aber Intentüberwachung, Datenspeicherung ect auf dem schleichweg?
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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    “Bundesrat will ... " und dann liest man die Ergüsse einer gewissen NRin der SVP, die, so scheint', das Thema für sich gepachtet zu haben (Dank SF ist's ihr möglich) ... Ja und genau diese Nationalrätin schweigt zu den alarmierend zunehmenden Zahlen an Kindesmisshandlungen in der Schweiz - da kommt von ihr nur tiefes Schweigen ...
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    1. Antwort von Ch. Gerber, Basel
      Herr Lucas Kunz, Sallneck. Es reicht mit Ihren Kommentaren. Sie greifen hauptsächlich die SVP an und alles was Ihnen Perönlich nicht passt. Schreiben Sie zur Abwechslung doch etwas konstruktives zum Beitrag selbst, als immer gegen andere ein Krieg anzu Zetteln. Sie kommen ja nicht mal aus der Schweiz, was geht Sie das überhaupt an, oder wollen Sie in die Schweiz kommen? Dann hoffe ich das sie Initiative an der Urne schleunigst Angenommen wird, wir können auf Wutbürger verzichten...
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    2. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Herr Gerber, zu Ihren letzten Zeilen möchte ich mich nicht mehr weiter erklären müssen - habe das bereits einige Male getan. Frau Rickli buxiert sich laufend in's Rampenlicht, (das SF macht's ihr bereitwillig möglich) wenn's um emotionale Themen geht und sie sich dabei nicht die Finger verbrennen muss. Empfinde ihr Engagement als überaus heuchlerisch und unlauter, wenn sie dann jedoch bei den Kindesmisshandlungen mit tiefem Schweigen glänzt. Und diese nehmen zahlenmässig alarmierend zu!
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  • Kommentar von Th. Widmer, Basel
    Erstens wenn es Bilder gibt, dann ist es zu spät, man muss vorher Eingreifen können und die Kinder Schützen. Zweitens die Politiker welche in den letzten Jahren in den Medien die Schlagzeilen mit Kinderpornografie dominierten, haben dann ein Problem, was gut ist. Auch endlich hier in der Schweiz. Schlussendlich sollte man durch aufklärung und prevention das ganze im Keim ersticken.
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