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Bundesratswahlen 2015 Blocher zur Bundesratswahl: «Wir sind auf alles vorbereitet»

Hochkarätiger Besuch bei «Schawinski»: In der Talk-Sendung war kurz vor der Bundesratswahl alt Bundesrat und SVP-Chefstratege Christoph Blocher zu Gast. Neben der mit Spannung erwarteten Wahl kamen auch die Themen Schutzklausel und Flüchtlingskrise zur Sprache.

Legende: Video Blocher und Schawinski zu den Bundesratswahlen abspielen. Laufzeit 12:00 Minuten.
Aus Schawinski vom 07.12.2015.

Zur Flüchtlingskrise meinte Christoph Blocher, dass ein grosser Teil der Menschen, die nach Europa flüchten, keine «echten Flüchtlinge» seien. «Das ist eine Völkerwanderung», erklärte der SVP-Chefstratege. Es seien nur Menschen aufzunehmen, die an Leib und Leben bedroht seien. «Kriegsflüchtlinge sind keine Flüchtlinge. Diesen muss man auf Zeit Schutz geben.»

Im Hauptthema – den Bundesratswahlen – bedauerte der alt Bundesrat, dass SVP-Parteichef Toni Brunner nicht kandidiert. Zu den Unterstellungen, das Parlament werde durch das Dreierticket erpresst, meinte Blocher: «Das Parlament kann wählen, wen es will. Aber die Konkordanz sagt, wir wählen von den grössten Parteien zwei Bundesräte, welche die Partei anerkennen kann.» Und wenn das Parlament einen anderen wähle, dann habe die SVP beschlossen, dass das nicht die Vertreter der SVP seien.

«Germann ist ein schlechter Verlierer»

Ein Viererticket mit zwei Deutschschweizern habe man bewusst vermieden, meinte Blocher weiter. So würde man der SVP-Fraktion vorwerfen, man würde die anderen beiden Kandidaten nicht ernst nehmen. Dass auch zum Beispiel Ständerat Hannes Germann das Dreierticket kritisierte, meinte Blocher: «Das ist ja klar, er ist ein schlechter Verlierer. Ich kann sagen, dass überhaupt nichts abgekartet gewesen ist.» Dass Personen, die unterlegen sind, so reagieren, würde deren Charakter zeigen, erklärte Blocher weiter.

Es ist alles möglich, auch die Wahl eines vierten Kandidaten ist möglich.
Autor: Christoph Blocheralt Bundesrat

Einen Tipp, wer am Mittwoch gewählt wird, wollte auch der SVP-Chefstratege nicht abgeben. Zum Tipp von Roger Schawinski, dass die SVP-Fraktion fast geschlossen für Thomas Aeschi stimmen wird, weil sie den alt Bundesrat gern habe, meinte Christoph Blocher: «Es ist alles möglich, auch die Wahl eines vierten Kandidaten ist möglich. Wir sind auf alles vorbereitet.»

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60 Kommentare

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  • Kommentar von H. Kaalam (Aitheantas a thabhairt don ealaín tú)
    Selbst wenn Herr Blocher im Parlament nicht mehr aktiv ist und er nur in der Partei noch aktiv ist, können es abgerichtete linke Parteisoldaten nicht lassen ihn zu beleidigen. Das ist kindisch und Grössenwahnsinnig wenn man glaubt die Linken seien die Heiligen und Herr Blocher und die SVP seien die Bösen. Natürlich erneut ohne sachliche Argumente. Das macht dafür Herr Blocher, der sachlich Argumentiert, weil er geistig nicht überfordert ist nur Sachlich zu bleiben. Danke, Herr Blocher
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Erst wenn Urgestein Blocher von der politischen Bühne definitiv abtritt & in seinen längst wohl verdienten Ruhestand tritt, wird sich dieses Land von ihm erholen & wieder regenerieren können. Blocher hatte sich vor vielen Jahren verdienstvoll für dieses Land eingesetzt, doch mit der Zeit ist er überheblich & größenwahnsinnig geworden. Er hätte niemals BR werden dürfen, denn seit diesem Zeitpunkt gerät unser Land aus den Fugen & ein Konsens ist kaum mehr möglich. Das wird Blochers Vermächtnis!
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    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      N. Bächler äxgüsy es war nicht Ch.Blocher, die das Land aus den Fugen brachte, sondern die in Akzeptanz dieser Person und die fiese Abwahl damals. Ich glaube einfach nicht, dass er nicht Koorperativ ist. Er hatte immerhin auch eine erfolgreiche Firma, wo er mit verschiedenen Ansichten verhandeln mussten. Je mehr man jemand verdrängen will, umso stärker werden die verdrängten. Siehe Wahlen 30% Stimmenanteil, kein wunder. Will man diese Partei noch mehr stärken? Oder doch eher respektieren?
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    2. Antwort von H. Kaalam (Aitheantas a thabhairt don ealaín tú)
      Völlig richtig Frau Artho. Und die sozialistische Politik der linken Bundesräte und der SP und der Grünen Partei von Herr Bächler. " überheblich & größenwahnsinnig" jööö das Nächste! Und klappt es hier mit der sachlichen Begründung warum der bösi bösi Herr Blocher Grössenwahnsinnig sei und vor allem wo er grössenwahsninniger sei als die Linken Parteien und deren Parteisoldaten? Herr Blocher schafft es die polit. Gegner mit sachlichen Argumenten zu kontern. Alles andere ist doch auch kindisch
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  • Kommentar von H. Kaalam (Aitheantas a thabhairt don ealaín tú)
    Der "Höhepunkt" der Sendung als Herr Schawinski nicht eingehen wollte, als das Beispiel von F. Matthey SP genannt wurde. Ui, da hat er schnell abgelenkt. Als die vereinte Bundesversammlung demokratisch Herr Matthey SP werde und die SP hetzte ihre hörige, abgerichte Wählerschaft auf und die gingen gar auf die Stasse um gegen den demokratischen Entscheid zu protestieren. Und genau jede kindische linke Parteisoldaten nennen es nun Erpressung wenn die SVP einen Vorgeschlagenen möchte
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