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Schweiz Ceneri Basistunnel: Neue Verzögerung von einem Jahr möglich

Bei der Inbetriebnahme des Ceneri Basistunnels zeichnet sich einmal mehr eine Verspätung ab. Im Juni wurde der Eröffnungstermin auf das Jahr 2020 verschoben. Jetzt droht nochmals eine Verspätung von mindestens einem Jahr. Und beide Male sind nicht die Tunnelbauer die Schuldigen.

Bauarbeiter in einem Tunnel
Legende: Schuld für die erneute Verzögerung sind andere: Bauarbeiter im Ceneri-Basistunnel. Keystone

Damit der Ceneri-Basitunnel funktioniert, braucht es Bahntechnik. Und die wird von den zwei Bahntechnikgebäuden an den beiden Tunnelportalen in Vezia und Camorino aus gesteuert. In Camorino aber herrscht Stillstand. Die Standort-Gemeinde hat gegen die geplanten acht Parkplätze, gegen die Antenne und gegen die Grösse des Bahntechnik-Gebäudes rekurriert.

Sie forderte zudem, dass dessen Abwärme mit einem Fernheizsystem genutzt werden müsse. Lokalpolitiker verlangen nicht weniger als eine neue Zonenplanung.

Die Lage ist verfahren, denn grössere Änderungen am Bauprojekt erscheinen kaum möglich, sagt der Alptransit Vorsitzende Renzo Simoni, es gebe keinen Plan B hinsichtlich des Konzeptes dieses Bahntechnikgebäudes. Es sei ja nicht das einzige. In Vezia sei das Bahntechnikgebäude dasselbe wie in Carmorino. «Es braucht beide, um den Ceneri in Betrieb nehmen zu können. Das ist unabdingbar.»

Dann müssten wir von einer verzögerten Inbetriebnahme von mindestens einem Jahr ausgehen.
Autor: Renzo SimoniAlptransit Vorsitzender

Kürzlich entschied das Bundesgericht, dass Alptransit ein neues Baugesuch auflegen muss. Anders als beim ersten Mal müssen die Gesuche von Gebäude und Antenne jetzt in einem einzigen Baugesuch vereint werden. Was, wenn die Gemeinde weiter rekurriert? «Dann müssten wir von einer verzögerten Inbetriebnahme von mindestens einem Jahr ausgehen.»

Die Neat-Aufsichtsdelegation ruft Camorino, den Kanton Tessin und Alptransit heute zum Dialog auf. Mit einer verzögerten Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels drohen Mehrkosten von 50 Millionen Franken pro Jahr.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Thomi Capelli (thomicapelli)
    Bloed nur dass ich als ich vor 2 Monaten den Flug von Zuerich in die USA nehmen musste der Flug Zuerich um 6:20am verlies, das heisst, ich musste um 3 Uhr morgens am Flughafen sein. Da um diese Zeit alle 5 Minuten ein Zug faehrt, musste ich doch mit dem Auto gebracht werden. So viel zum oeffentlichen Verkehr. Aber ist ja ok so, Politiker erheben ja eh Einspruch dagegen, die fahren ja auch Auto, warum denn den Tunnel. Wer macht denn ein Drama um die paar Millioenchen...
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  • Kommentar von Thomi Capelli (thomicapelli)
    Schickt den Politikern eine Rechnung fuer 50 Millionen pro Jahr, mal sehen wie lange es geht bis der Rekurs vom Tisch ist... Das Bundergericht blaesst in die gleiche Roehre wenn die nun ein neues Baugesuch wollen fuer etwas das schon bewilligt ist. Wier lange ging es bis die Autobahn von Luzern anden Flughafen durchgehend offen war? Dreihundertachtundzwanzig Jahre... Und nun merkt man dass sie zu klein gebaut wurde, mehr Spuren braucht... Ach nein, stimmt, das wuerde ja mehr Autos anziehen..
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  • Kommentar von Thomi Capelli (thomicapelli)
    Ich liebe die Schweiz mit ihren Rekursen und all den Einsprachen. Statt das Ding einfach zu machen und den Tunnel in Betrieb zu nehmen (und damit 50 Millionen zu sparen pro Jahr, Geld das ja diese Politiker nicht selber bezahlen muessen) wird wegen 8 Parkplaetzen gestritten. Wirklich??? Abwaehlen! Unfassbar und nicht vorstellbar in den USA. Hier wird gebaut fuer die Zukunft und wenn man einen groesseren Flugplatz, eine breitere Autobahn oder einen neuen Bahnhof braucht dann stellt man den hin.
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