CO2-Abgabe auf Brennstoffe steigt um fast 30 Prozent

Die Schweiz hat ihr CO2-Reduktionsziel im vergangenen Jahr nicht erreicht: Kommendes Jahr soll daher die CO2-Abgabe auf Brennstoffen von 60 auf 84 Franken pro Tonne CO2 erhöht werden. Für Unternehmen gibt es eine Sonderregelung.

Rauch steigt aus zwei Kaminen.

Bildlegende: Durch die Erhöhung der CO2-Abgabe steigt unter anderem auch der Heizölpreis. Keystone

2016 wird die CO2-Abgabe auf Brennstoffen von 60 auf 84 Franken pro Tonne CO2 erhöht. Grund für die Massnahme ist, dass die Schweiz ihr CO2-Reduktionsziel im vergangenen Jahr nicht erreicht hat.

Zielvorgabe um zweieinhalb Prozent verfehlt

Eigentlich hätten letztes Jahr nur 76 Prozent des CO2-Ausstosses von 1990 in die Luft ausgestossen werden dürfen. Im Jahr 2014 wurden aber im Vergleich mit 1990 78,5 Prozent ausgestossen, wie die CO2-Statistik des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zeigt. Bei der Statistik ist der Effekt unterschiedlich kalter Winter berücksichtigt.

Wie in der CO2-Verordnung vorgesehen wird nun die CO2-Abgabe auf Brennstoffe ab 2016 um 24 Franken pro Tonne CO2 angehoben. Damit kostet die Abgabe auf einen Liter Heizöl Extra Leicht (HEL) künftig 22 statt 16 Rappen und auf Erdgas 17 statt 12 Rappen pro Kubikmeter, wie das BAFU vorrechnet.

Wettbewerbsfähigkeit soll nicht beeinträchtigt werden

Mit der Erhöhung der Abgabe will der Bund einen Anreiz schaffen, weniger fossile Brennstoffe einzusetzen und dafür mehr erneuerbare Energien zu verwenden. Die Einnahmen aus der CO2-Abgabe werden denn auch zu einem grossen Teil an Bevölkerung und Wirtschaft zurück verteilt.

Unternehmen, die von der CO2-Abgabe in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt würden, sind von der Abgabe befreit. Sie müssen jedoch im Gegenzug ihren CO2-Ausstoss verringern oder sich am Emissionshandel beteiligen.

Unternehmen, die sich seit Einführung der CO2-Abgabe im Jahr 2008 angepasst und ihre Emissionen gesenkt haben, bezahlen weniger.