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Finanzwissenschaftler gibt unseren Münzen und Nötli nur noch zehn Jahre
Aus Espresso vom 30.06.2020.
abspielen. Laufzeit 04:54 Minuten.
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Corona macht Münz den Garaus Das Ende vom Bargeld in der Schweiz rückt näher

Eine Schweiz ohne Münz und Nötli schon 2030? Der Finanzwissenschaftler Thorsten Hens gibt dem Bargeld noch zehn Jahre.

Die Grossverteiler sind sich einig: Seit dem Start der Corona-Pandemie haben deutlich mehr Kundinnen und Kunden ihren Einkauf mit der Karte oder dem Smartphone bezahlt. Coop und Aldi verzeichnen einen Zuwachs um rund zehn Prozent.

Migros berichtet gar, dass erstmals überhaupt mehr als die Hälfte der Einkäufe elektronisch getätigt wurden. «Das bargeldlose Bezahlen hat massiv zugenommen seit dem Start der Pandemie», sagt Migros-Sprecher Patrick Stöpper.

Ist schon in zehn Jahren Schluss?

Rückblick: Im Januar 2020 sagte Thorsten Hens, Professor für Finanzökonomie an der Universität Zürich gegenüber Radio SRF: «Die Schweiz ist das letzte Land, welches das Bargeld abschafft.» Scherzhaft prognostizierte Hens das Ende des Bargeldes in der Schweiz für das Jahr 2050. Aufgrund der rasend schnellen Entwicklung in den letzten Monaten korrigiert der Finanzwissenschaftler diese Aussage nun: «Meine neue Vorhersage ist nicht mehr 2050, sondern 2030 – also nur noch zehn Jahre», meint Hens mit einem Lachen.

Unumstritten ist, dass das bargeldlose Bezahlen weiter an Bedeutung gewinnen wird. Die Grossverteiler rüsten sich deshalb für die Zukunft: Coop hat erst vor kurzem die Zahlungsmöglichkeiten für die eigene Supercard-Kreditkarte erweitert, Aldi hat aufgrund der Corona-Pandemie das kontaktlose Bezahlsystem Twint eingeführt und die Migros will noch in diesem Jahr ein neuartiges System testen. Kunden sollen die Produkte mit dem Smartphone scannen und direkt bezahlen. Der Gang an die Selbstbedienungskasse wird damit hinfällig.

Auf Facebook wird fleissig diskutiert:

Die Grossverteiler sind sich einig: Seit Beginn der Corona-Pandemie haben deutlich mehr Kundinnen und Kunden ihren...

Gepostet von SRF 1, Link öffnet in einem neuen Fenster am Montag, 29. Juni 2020, Link öffnet in einem neuen Fenster

Bares für die Not

Während dem Lockdown waren zwar die kleinen Noten weniger begehrt. «Der Gesamtumlauf aller Banknoten hat aber weiter zugenommen», sagt Peter Eltschinger, stellvertretender Direktor der Schweizerischen Nationalbank, welche für die Herausgabe des Bargelds verantwortlich ist. Das sei aber typisch für Krisen. «Die Leute wollen auf der sicheren Seite sein und legen sich einen Notvorrat an.»

Espresso, 30.06.20, 08:13 Uhr

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145 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Kotthaus  (Alcheringa)
    Ich zahle gern bar. Es hat auch etwas reales und das Beispiel Wirecard zeigt ja auch wie anfällig das virtuelle System ist. An der Kasse bin ich ganz real noch mit der Kassiererin in Kontakt und sichere deren Arbeitsplatz. Self scan kommt für mich nicht in Frage.
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  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Als Corona da war, wurde man ausgelacht als man den Mahnfinger zeigte, was sich alles „ dank Corona“ ändern könnte. Onlinetickets, Onlinebestellungen, Homeoffice, Selfscanning, Bargeldlos. Viele Dienstleister nutzen den Virus um ihre Ideen durch zu setzen. Macht man nicht mit, wird man als blöd hingestellt und ins lächerliche gezogen. Das will man ja nicht, also macht man das Spielchen mit.
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  • Kommentar von Peter Kälin  (Peter Kaelin)
    Wie befinden uns in einer Gesellschaft,die von diplomierten,studierten Quereinsteigenden Theoretikern angeführt wird,die glauben zu wissen,was leben heisst.Allerdings wenn der Strom 48 Stunden ausfällt,merken sie das sie nichts Können.Es sind dieselben die erst merken,wenn sie denn letzten Arbeiter,für Gewinnoptimierung entlassen haben,dass sie nichts können.Das ist der Virus unserer Zeit,die Theoretiker !
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