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Statt ins Ski- dieses Jahr ins Sportlager?
Aus HeuteMorgen vom 19.01.2021.
abspielen. Laufzeit 02:12 Minuten.
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Corona-Pandemie Kinder sollen ins Sommer- statt Skilager

Die Wintersaison ist vorbei, da macht sich Ole Rauch, Geschäftsführer der Schweizer Schneesportinitiative, keine Illusionen. 170 der vom Verein geplanten 250 Skilager sind bereits abgesagt. Und auch die verbleibenden Schullager dürften in den kommenden Wochen abgesagt werden, zeigt er sich überzeugt.

Vier Millionen Franken Verlust

Das Resultat: Vier Millionen Franken Verlust bei den Partnern der Schneesportinitiative, wozu vor allem bekannte Tourismus-Destinationen zählen. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Deshalb schlägt Rauch nun vor, geplante Lager auf Mai oder Juni zu verlegen.

Statt in Davos, Saas-Fee oder Melchsee-Frutt Skifahren zu gehen, sollen die Schülerinnen und Schüler also Biken, Wandern, oder mit dem Wildhüter den Wald erkunden – und auf diese Weise bekannte Winter-Destinationen von einer anderen Seite kennenlernen.

Sozialer Aspekt steht im Vordergrund

Von Vorschlag überzeugt ist auch Thomas Minder, Präsident des Verbandes Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz: «Es geht bei Schullagern vor allem um den sozialen Aspekt, darum, dass man sich miteinander auseinandersetzt und eine Woche an einem anderen Ort zusammen verbringt. Das kann gut auch ohne Schnee stattfinden.»

Ein Vorbehalt allerdings bleibt: Die epidemiologische Lage muss stimmen. Die Lager könnten nur dann durchgeführt werden, wenn die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet sei, so Rauch und Minder.

HeuteMorgen, 17.01.2021, 06:00 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Warum der Skisport privilegiert wird, war mir schon immer ein Rätsel. Der Sport, der am meisten teures Material und Infrastrukturen braucht.
    Alternativ könnte man auch überhaupt keine Lager machen und einsehen, dass die Schule kein Reisebüro ist.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Konrad Pfister: Wenn Sie die Geografiekarte Europas anschauen, sehen Sie, weshalb in der Schweiz & Österreich der Skisport "privilegiert" ist. In Kalifornien gehen die Kids einfach ins Surflager. Das braucht auch viel Material und SUVs für den Transport, weil ÖV dort, ausser in den Grossstädten, mehr oder weniger ein Fremdwort ist. Wichtig ist, dass man bereits bestehende Infrastruktur benutzt und keine neue baut. Ein Flugzeug um in die Berge zu fliegen brauchen wir in der Schweiz auch nicht.
    2. Antwort von Fredy Gut  (Fredy Gut)
      Ich glaube sie haben nicht verstanden um was es bei einem solchen lager ( ski-oder sommerlager) geht
    3. Antwort von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
      @ Fredy Gut Ich glaube, sie haben Recht, ich habe das in meiner langen Karriere im Schulbereich nie richtig verstanden.
  • Kommentar von Takeshi Kovacs  (Envoy)
    Während meiner Schulzeit gab es immer pro Jahr entweder ein Skilager oder eine Landschulwoche. Die LSW war ähnlich wie das Skilager, halt einfach im Sommer.
    Hatte ich pers. immer lieber. Es war warm, man konnte sich während dem laufen unterhalten und ich kam mal vom PC weg und in die Berge :)

    Schlussendlich: Würde mir jemand die Wahl zwischen Skilager und LSW geben - Ich würde wohl immer die LSW wählen.

    Meine Schulzeit hat übrigens erst vor 6 Jahren geendet.
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Eine gute Idee. Leider kann man, mit Ausnahme einiger hochgelegenen Skigebiete, im Sommer nicht skifahren. Aber einfach mal wandern ist auch cool, sofern die Kondition der Kinder reicht.
    1. Antwort von Philippe Sauter  (PhilS)
      Alternativ kann man auch mit diesen Trottibikes abfahrten machen. So nutzt man sogar die Infrastrukturen der Skigebiete.

      Um dem Konditionsproblem ein wenig aus dem Weg zu gehen kann man eine Höhenwanderung machen mit Bahn + Bus. Oder man kann zu einem See laufen, dort baden gehen und zurück laufen.
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Philippe Sauter: Bergseen sind aber in der Regel eiskalt; auch im Sommer. Aber wie Sie schön schreiben, die Schüler, welche sich nicht an Wanderungen gewohnt sind, können den Sessellift benutzen und erreichen so trotzdem ein paar schöne Aussichtspunkte. Vielleicht kommen sie dann später, wenn sie selber Familie haben, wieder einmal in die Berge in die Ferien, statt jedes Jahr an die Costa Brava zu fliegen. Das wird wohl auch ein Marketing-Argument der Bergbahnbetreiber sein.
    3. Antwort von Fredy Gut  (Fredy Gut)
      Es gibt unzählige möglichkeiten für ein sommerlager
    4. Antwort von Takeshi Kovacs  (Envoy)
      Ich stimme Ihnen im Prinzip zu, aber Sie trauen Kindern wirklich zu wenig zu. In meiner Schulzeit gingen wir oft wandern. Das schöne am wandern ist, dass man Gruppen bilden kann, welche in unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen.
      Selbst übergewichtige/unsportliche Kinder hatten nie mühe auf einer Wanderung, man muss diese nicht mit dem Bus nach oben fahren :) Die schaffen das schon, keine Angst.

      Ski fahren ist auch nicht wirklich weniger anstrengend als wandern.
    5. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Takeshi Kovacs: Es ist einfach so, dass die Lehrer heute Trittfestigkeit auf Bergwanderwegen nicht mehr voraussetzen können. Deshalb sind sie mit solchen Schulreisen (Wir gingen in der 1. Sek. problemlos auf den grossen Mythen) und später an der Kanti auf 3000er) risikoavers. Wenn etwas passiert auf solchen Wanderungen, dann möchte ich nicht in der Haut des verantwortlichen Lehrers sein.