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CS-Sorgenbarometer Sorge Nummer 1 in der Schweiz: die Altersvorsorge

Legende: Video Sorgenbarometer der CS abspielen. Laufzeit 2:45 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.12.2017.
  • 44 Prozent sehen in der Altersvorsorge das grösste Problem der Schweiz. Das zeigt das Sorgenbarometer der Credit Suisse (CS).
  • Damit wurde die Arbeitslosigkeit als Top-Sorge abgelöst. Seit 2003 war das Thema einsamer Spitzenreiter.
  • Das Nein zur AHV-Rentenreform 2020 – die Abstimmung fand nach der Erhebung für das Sorgenbarometer statt – dürfte kaum zur Beruhigung beitragen.

Politik und Verwaltung geraten in solchen Stimmungslagen stark unter Druck, für die Gesellschaft tragfähige Kompromisslösungen zu erarbeiten. Das stellt das Sorgenbarometer fest.

Legende:
Sorgenbarometer: Hauptsorgen 2017 im Wandel seit 2006 2017 löst die Sorge um die Altersvorsorge den langjährigen Spitzenreiter Arbeitslosigkeit ab. Im Vergleich zum Vorjahr blieb sie praktisch unverändert. Anders sieht der Vorjahresvergleich bei der Altersvorsorge aus. 2016 lag diese bei 28 Prozent und schnellte nun hoch auf 44 Prozent. Credit Suisse

Glauben an Jobsicherheit

Die Angst um die Altersvorsorge hat in der Sorgenwahrnehmung gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent zugenommen, wogegen jene vor der Arbeitslosigkeit leicht eingebüsst hat. Der Trend könnte die Altersvorsorge zu einem klimaprägenden gesellschaftlichen Thema werden lassen, schreiben die Verantwortlichen des Sorgenbarometers.

Das Sorgenbarometer zeigt zudem, dass nicht nur die Arbeitslosigkeit insgesamt von weniger Befragten als Bedrohung empfunden wird, sondern dass 37 Prozent auch glauben, ihr Job sei sehr sicher. Das sind so viele wie noch nie.

Wie schon in den letzten Jahren beobachtet: Den Befragten bereiten Ausländer- oder Flüchtlingsthemen immer weniger Sorgen. Sie liegen auf Platz drei und vier. Die Befragten können jeweils aus einer Auswahl von 37 Sorgen die fünf für sie wichtigsten bestimmen.

Grosses Vertrauen in die Institutionen

In einem Punkt ist die Schweizer Bevölkerung nicht zu toppen, nämlich beim Vertrauen in die Institutionen. Es sei so gross wie kaum anderswo, schreibt die CS. So vertrauen beispielsweise 60 Prozent dem Bundesrat. In OECD-Ländern liegt das Vertrauen in die Regierung bei durchschnittlich 42 Prozent.

Am grössten ist das Vertrauen ins Bundesgericht, gefolgt von den Banken. Sie machten vom 15. auf den zweiten Platz einen riesigen Sprung nach vorne. Von den 20 höchst platzierten Institutionen büssten 18 Vertrauen ein – am meisten die Armee oder die Nationalbank, aber auch Arbeitnehmerorganisationen und die Medien.

Ein stolzes Volk

Schweizerinnen und Schweizer sind aber auch ein stolzes Volk, wie die Befragung weiter zeigt. 90 Prozent von ihnen sind stolz oder sehr stolz auf ihr Land. 2004 waren es erst 73 Prozent, 2010 noch 82 Prozent. Diese vorwärtsgewandte Identität finde eine breite Basis, schreibt die CS. So gibt es beim Nationalstolz praktisch keine Unterschiede zwischen Rechts und Links.

Das ist das Sorgenbarometer

Das Sorgenbarometer der Credit Suisse wird seit 41 Jahren jährlich erhoben. Im Auftrag der CS führte das Forschungsinstitut gfs.bern im Juli 2017 eine repräsentative Umfrage unter 1000 Stimmberechtigten in allen Landesteilen durch.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Klein (HansKlein)
    Das Bruttoinlandsprodukt und die Arbeitsproduktivität sind in den letzten Jahrzehnten mit Sicherheit prozentual stärker gestiegen und werden auch weiterhin stärker steigen, als der prozentuale Anteil der Rentner an der Gesamtbevölkerung. Wenn also nicht "oben" massiv Geld für Aktionäre, "Arbeitgeber" und Bankster "abgeschöpft" würde, müsste das etablierte System längstens reichen – insbesondere, wenn man endlich die unsicheren Pensionskassen mit ihren vielen Pöstchen auf Umlage umstellen würde.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Bis jetzt hat man der Bevölkerung eher die Hoffnung gemacht, dass unsere Vorsorgewerke grossartig sind +diese voll verantwortlich seien, dass jedem Schweizer ganz "automatisch" genügend Geld im Alter zur Verfügung stehen wird. So hat man der Bevölkerung teils groben Sand in die Augen gestreut. Aus solchen "Versprechen" +"politischen Zielen" folgt, dass der Durchschnitts-Schweizer sich nicht um sein Alterswohl kümmert. Wer aber schon als junger Mensch Selbstverantwortung übernahm, hat vorgesorgt
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  • Kommentar von robert mathis (veritas)
    Das Plündern der Pensionskasse in Saus und Braus leben im Ausland dann zurück kommen und El beziehen weil Nichts mehr da ist dem muss ein Riegel geschoben werden. Passiert immer wieder....
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    1. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Also Herr Mathis, in den meisten Laendern kann man mit der AHV alleine problemlos leben... auch wenn die PK verprasst wurde... man muss nur wissen wo!
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