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Schweiz CVP-Präsident Pfister plädiert für «Ecken und Kanten»

Die CVP soll nach Ansicht ihres Präsidenten Gerhard Pfister wieder mehr anecken. Ohne Widerstand gebe es weder Sichtbarkeit noch Profil, sagte er an der Delegiertenversammlung. Seine Partei fasste zudem ein klares Nein zur Atomausstiegs-Initiative.

Legende: Video CVP-Pfister gibt weiter Gas abspielen. Laufzeit 1:59 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.10.2016.

Eine Partei sei nur erfolgreich, wenn sie Gegner habe, sagte CVP-Präsident Gerhard Pfister vor den Deleierten in Morschach (SZ). Das Zentrum müsse Positionen einnehmen, die sich nicht darauf beschränkten, zu kommentieren was von rechts und links komme. Die CVP müsse wieder zu einer Kraft werden, die Vorschläge mache und eine Vision einer erfolgreichen Schweiz biete.

Kritik an den Medien

Ihn interessiere Kritik mehr als Lob, sagte Pfister. Lob tue gut, aber Kritik «macht uns besser». Dazu gehöre auch die Kritik an seiner Person nach den Wahlen in Basel und dem Aargau, wo die CVP Sitze im Parlament verloren hatte.

Pfister bezeichnete das Abschneiden der CVP in diesen beiden Kantonen als bemerkenswert. Die Partei habe sich nämlich in den Regierungswahlen wieder bewährt und ihre Sitze im ersten Wahlgang verteidigt. Dies sei kaum eine positive Meldung wert gewesen, sagte Pfister, der in seiner Rede mehrere Male die Medien kritisierte.

Rüffel für die Linken

Ausführlich äusserte sich Pfister in seiner fast halbstündigen Rede zur Wertedebatte. Wenn er von der Linken in die rechtsnationale Ecke geschoben werde, zeige dies nur die Schwierigkeiten, die jene mit den Traditionen habe, sagte er.

Die christdemokratischen Parteien in Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten Recht, wenn sie den Rechtsstaat und die christlich geprägte Kultur gegen Extremisten verteidigten, sagte der CVP-Chef. Dieser Position stellte er als Negativbeispiel das säkularisierte Frankreich gegenüber.

Einmal Nein – zweimal Ja

Die CVP hat mit 178 zu 69 Stimmen die Nein-Parole zur Atomausstiegs-Initiative gefasst. Die geforderte Laufzeitbeschränkung sei willkürlich und der Import von schmutzigem Strom sowie Schadenersatzforderungen drohten. Die CVP fasste zudem zwei Ja-Parolen zum Nationalstrassen- und Agglomerations-Fonds (NAF) und zur Unternehmenssteuerreform III.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    CVP-Präsident und Co - angeblich christlich und sozial -, verhalten sich weder christlich, noch sozial dem Volk gegenüber, dafür kümmert man sich um ähnliche Angstmacher-Parolen, wie die SVP, um die nicht nachdenkende Bevölkerung für die eigenen Interessen zu gewinnen! Keine Religion ist lebensnotwendig! Jede Religion, welche sich mittels Machtgehabe vergrössern will, ist verwerflich und hat nichts mit echtem "Glauben" zu tun!
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  • Kommentar von U.E. Romer (romeru)
    Muss man alles den ganz Rechten und den ganz Linken nachmachen? Ist die eigene Ueberzeugung nichts mehr Wert? Leider ist die Politik zur Showbühne verkommen und die Sachpolitik und der Einsatz für das Volk sind in den Hintergrund gerückt. Schade!
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  • Kommentar von Christoph Heierli (help)
    Was der nicht alles auf das Fuder der CVP laden möchte. Das Spiessrutenlaufen gehört nun mal zu einer Mittepartei , wie die CVP gerne eine sein möchte.
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