Das Canyoning-Unglück auf dem Saxetbach

Vor genau 15 Jahren ist es in der Schweiz zum bisher gravierendsten Canyoning-Unfall gekommen. 21 Menschen kommen bei einer Canyoning-Tour im Berner Oberland ums Leben.

Retter bergen eine Leiche aus dem Saxetbach

Bildlegende: Nach dem Canyoning-Unglück: Rettungskräfte bergen einen Toten aus dem Saxetbach. Keystone

Es ist ein Sommertag im Juli vor 15 Jahren: Um 16.30 Uhr steigen 45 Touristen mit ihren acht Guides in den Saxetbach im Berner Oberland. Sie wollen eine Canyoning-Tour machen, die etwa eineinhalb Stunden dauern soll. Kurz bevor das Abenteuer startet, regnet, blitzt und donnert es. Als die Gruppe beim Bach ankommt, hat der Regen aufgehört. Die Guides entscheiden sich, die Tour durchzuführen.

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Das Canyoning-Unglück vom 27. Juli 1999

0:32 min, aus Schweiz aktuell vom 30.11.2001

Wasserwand überrascht die Gruppe

Eine Viertelstunde nach dem Einstieg ist der Wasserpegel des Bachs leicht angestiegen. Die Guides bleiben mit den Touristen im Wasser, wollen aber mit «erhöhter Vorsicht» vorgehen, wie sie später aussagen.

Nochmals zehn Minuten später geschieht es: Eine Wand aus Wasser, Holz und Steinen überrascht die Gruppe. Während ein Guide versucht, die Teilnehmer zu retten, alarmiert ein zweiter den Organisator, die Firma Adventure World.

Dennoch lautet am Ende die Bilanz: 21 Tote. Die Rettungskräfte können nur noch die Leichen aus dem Wasser holen. Sie kommen aus Australien, Südafrika, Neuseeland, Grossbritannien und der Schweiz.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • 15 Jahre nach dem Unglück im Saxetenbach

    Aus Tagesschau vom 26.7.2014

    Vor 15 Jahren sind bei einem Canyoning-Unglück im Saxetenbach bei Interlaken 21 Menschen ums Leben gekommen. Seit Beginn 2014 ist nun ein Gesetz in Kraft, das Risikoaktivitäten regulieren soll.