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Kanton Zürich: Viele stecken sich zuhause mit Corona an
Aus Nachrichten vom 16.04.2021.
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Daten aus Contact Tracing Kanton Zürich: Viele Corona-Infizierte stecken sich zuhause an

  • Die Zürcher Gesundheitsdirektion hat analysiert, an welchen Orten sich seit Anfang Jahr die meisten Zürcher Corona-Infizierten ansteckten.
  • Der eigene Haushalt steht bei den bekannten Ansteckungswegen ganz oben auf der Liste. Auch bei Freunden und Familie gab es relativ viele Fälle.
  • Ein Vergleich der einzelnen Kategorien untereinander sei jedoch schwierig, heisst es.

Natürlich seien die Zahlen verzerrt, betonte Stefan Neubert, Leiter der Abteilung Datenanalyse bei der Gesundheitsdirektion am Freitag an einer Medienkonferenz zum Contact Tracing im Kanton Zürich. Die Kategorien seien schwierig miteinander zu vergleichen, nur schon wegen des teilweise hohen Anteils vermuteter Fälle in mehreren Kategorien. Innerhalb einer Ansteckungskategorie liessen sich aber sehr wohl Entwicklungen beobachten.

Klar ist, dass sich ein sehr grosser Teil der Infizierten das Virus in den eigenen vier Wänden holte. In dieser Kategorie gibt es auch die meisten Fälle, in denen der Ansteckungsort sicher bekannt ist. Auch bei Freunden und Familienmitgliedern gab es viele Infektionen. Diese Kategorie legt seit einer Woche kräftig zu. Die Zahlen zu den Ansteckungswegen werden künftig wöchentlich auf der Homepage der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, Link öffnet in einem neuen Fenster publiziert.

Homeoffice wirkt

Nach oben zeigen auch die Infektionen am Arbeitsplatz, allerdings auf sehr viel tieferem Niveau. Der Effekt der Home-Office-Regelung sei deutlich erkennbar, sagte Neubert von der Gesundheitsdirektion vor den Medien.

In den obligatorischen Schulen gab es in der Ferienzeit einen sichtbaren Knick nach unten, nun steigen die Zahlen wieder. Allerdings kommt die Ansteckungszahl bei weitem nicht an das Niveau von «eigener Haushalt» oder «Freunde und Familie» heran.

Viele vermutete Ansteckungen im ÖV

Der ÖV ist ebenfalls ein Ansteckungsort, jedoch auf tiefem Niveau. Zudem gibt es in dieser Kategorie sehr viele vermutete Ansteckungen. Um eine Infektion in dieser Kategorie zu bestätigen, müssen schon beide Passagiere, also Infizierter und Angesteckter, die Covid-App eingestellt haben. Dies gibt es offenbar selten.

Einen hohen Anteil vermuteter Ansteckungen gab es seit Januar zudem in der Kategorie «Einkaufen». Dieser Anteil ist jüngst sogar stark gestiegen. Bestätigte Ansteckungen sind jedoch auch hier selten.

Beobachtung der Auswirkungen von Lockerungen

Die Alters- und Pflegeheime kommen in der Statistik mittlerweile gar nicht mehr vor, weil die meisten Bewohnerinnen und Bewohner bereits geimpft sind. Die Gesundheitsdirektion rechnet auch nicht mehr mit erneuten, grösseren Ausbrüchen.

Mit Beginn der Lockerungen am 19. April werde das Monitoring auch dazu dienen, die Auswirkungen dieser Lockerungen zu beobachten, sagte Neubert auf Nachfrage von SRF News. Während es momentan in den Ansteckungskategorien «Restaurant», «Club/Bar» und «Kino/Theater/Konzert» kaum Meldungen, und wenn, dann nur aus dem Ausland, gebe, werde sich das ab kommender Woche wohl ändern.

SRF 4 News, 16.04.2021, 16 Uhr;

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73 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Genau. Deshalb verstehe ich NIE, dass Restaurants nicht öffnen dürfen. Was für ein Fehlentscheid unseres BS, der diesen weiterverfechtet.
    Wie sollen wir auf einer Restaurant-Terrasse essen bei dieser Kälte !!
    Ein Aufwand für die Wirte, der NIE berechnet werden kann und nur noch mehr Verluste bringt.
  • Kommentar von Katharina Bleuer  (Blk)
    Wie kommt das Virus ins Haus - DAS ist die Frage!
    Dass die meisten Übertragungen im Haushalt stattfinden ist irgendwie logisch - dort ist man sich am nächsten und trägt nie Maske.
    1. Antwort von Pirmin Schläpfer  (Gwunderer)
      Auch Freunde treffen sich zuhause. Einfach mal so als Anregung.
    2. Antwort von Thomas Spirig  (lalelu)
      ja das ist die frage. die frage ist leider de facto kaum bis gar nicht zu beantworten weil man auf selbstdeklaration angewiesen ist. und die leute können dann irgendwas sagen weil sie es tatsächlich nicht wissen oder weil sie gewisse dinge nicht sagen möchten. von daher tappt man da halt einfach im dunkeln. aber das spielt keine rolle. klar und unbestritten ist: in innenräumen wenns eng wird ist das risiko am grössten.
  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Dass sich die Menschen v.a. zuhause anstecken, war längst klar. Längst klar war auch, dass die Behörden nicht kontrollieren resp. sanktionieren wollen/können/werden, was zuhause betreffend Corona-Absteckung abgeht. Also war längst klar, dass die Bekämpfung der Pandemie von der Bereitschaft der Menschen abhängt, sich selbst und andere zu schützen. Also war längst klar, dass mit diesbezüglich abnehmender Bereitschaft die Zahl der Ansteckungen ansteigen wird.
    1. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      P.M. Beispiel: Frau der Familie hatte den Virus erwischt, Ihr Mann und Ihre Kinder waren negativ, was nun? 2. Beispiel einer Fam. Sohn der in der Schule war, musste in Quarantäne, da es eine Schülerin gab die positiv war, Mutter fragte im Gallzentrum nach als sie diesen bescheid erhielt, ob nun die ganze Familie in Quarantäne müsse, oder weiter arbeiten kann. Der grössere Sohn war auch negativ und in deren Klasse gab es keine Schüler die positiv waren er ging zur Schule, Eltern weiter arbeiten.