Datenklau bei Bank Bär: Haftbefehl gegen deutschen Steuerfahnder

Die Bundesanwaltschaft (BA) hat im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl von 2011 bei der Bank Julius Bär einen ehemaligen deutschen Steuerfahnder zur Verhaftung ausgeschrieben. Er soll ein Mittelsmann gewesen sein.

2011 sammelte ein Ex-Mitarbeiter der Bank Julius Bär am Standort Zürich zahlreiche Datensätze reicher Kunden und liess sie den deutschen Steuerbehörden zukommen. Ein deutscher Steuerfahnder soll dabei Mithilfe geleistet haben – dieser wird nun per Haftbefehl gesucht.

Zur Verhaftung ausgeschrieben wurde der pensionierte Mann von der Bundesanwaltschaft (BA) in der Schweiz. Das Verfahren sei schon vor längerer Zeit eröffnet worden, kommentierte die BA einen Bericht der «Schweiz am Sonntag». Neu ist, dass ein Haftbefehl erlassen wurde.

Deal war 1,1 Mio. Euro wert

2011 hatte ein deutscher IT-Fachmann 2700 Datensätze deutscher und holländischer Kunden gesammelt. Wegen des Datendiebstahls war 2013 der frühere Julius-Bär-Mitarbeiter zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Diese übergab er dann zur Weiterleitung dem Steuerfahnder. Für seine «Arbeit» erhielt der Informatiker von der deutschen Steuerbehörde 1,1 Mio. Euro.