David gegen Goliath im UNO-Sicherheitsrat

Schon einmal versuchte die Schweiz, den UNO-Sicherheitsrat zu einer Reform zu bringen. Doch ohne Erfolg. Heute startet sie einen weiteren Versuch – und konnte dafür 20 weitere Länder mit an Bord holen.

Der UNO-Sicherheitsrat hat Reformen dringend nötig. Das beteuern die Vertreter fast aller Länder. Trotzdem ist der Sicherheitsrat noch immer genau so zusammengesetzt wie vor fast siebzig Jahren.

Die Schweiz versucht jetzt, eine kleine Reform durchzusetzen. Am Abend wird der Vorstoss offiziell lanciert. «Uns geht es darum, dass hier und jetzt der Sicherheitsrat transparenter, offener und auch etwas demokratischer wird», sagt Paul Seger, Schweizer Botschafter am UNO-Hauptsitz in New York, gegenüber Radio SRF 4.

Erster Versuch blieb erfolglos

Unterstützung bekommt die Schweiz von über zwanzig Ländern. Sie konnte unter anderem Schweden, Saudi-Arabien, Peru, Neuseeland oder Tansania mit an Bord holen.

Vor ziemlich genau einem Jahr scheiterte ein ähnlicher Versuch von den «Small Five», fünf Kleinstaaten, ebenfalls angeführt von der Schweiz. Damals mussten sie klein beigeben – angesichts des Widerstands der «Grossen Fünf».

Sollte der neueste Vorstoss auch erfolglos bleiben, dann werde man hartnäckig bleiben, sagt der UNO-Botschafter. Man wolle die Dauerblockade nicht einfach hinnehmen und den Sicherheitsrat zu Veränderungen drängen.