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Schweiz Definitives Aus für AKW Mühleberg Ende 2019

Die BKW nimmt das AKW Mühleberg definitiv am 20. Dezember 2019 vom Netz. Das teilt die Betreibergesellschaft mit.

Dass Mühleberg als erstes Schweizer AKW vom Netz genommen werden soll, ist schon länger bekannt. Neu ist nun der exakte Termin bekannt geworden, den die BKW der Atom-Aufsichtsbehörde ENSI mitgeteilt hat.

Ab 20. Dezember 2019 werde kein Strom mehr im Atomkraftwerk produziert, heisst es im BKW-Communiqué – «unter der Voraussetzung, dass die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen für einen verzugslosen Rückbau vorliegen».

Laut «Bund» soll BKW-Verwaltungsratspräsident Urs Gasche das Abschaltdatum bereits letztes Jahr gegenüber Grossräten genannt haben.

Stilllegung braucht Bewilligung

Die Stilllegung sei ein Grossprojekt, schreibt die BKW. Das entsprechende Gesuch wurde im Dezember 2015 beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) eingereicht. Die Unterlagen sollen voraussichtlich ab Anfang April während eines Monats öffentlich aufliegen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    "Laut «Bund» soll BKW-Verwaltungsratspräsident Urs Gasche das Abschaltdatum bereits letztes Jahr gegenüber Grossräten genannt haben." Manche Bieler hatten schon damals genug: http://www.derbund.ch/bern/kanton/Caesium-im-Bielersee-Ursache-war-AtomabfallBehandlung-/story/15208852 Entsprechend auch eine Abstimmung dazu. Aber die hat man auch belächelt.
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  • Kommentar von N. Schmid (Schmid)
    Bayern produziert bereits heute über vier mal mehr Strom mit den Dächern als das AKW-Mühleberg. Dänemark deckt bereits heute einen höheren Anteil seines Strombedarfes mit Windenergie als die Schweiz mit Atomenergie deckt. Wobei Dänemark im Gegensatz zur Schweiz über kein einziges Speicherkraftwerk verfügt und eine wesentlich geringere Stromhandelskapazität ausweist. Deutschland ist übrigens Exportweltmeister und Frankreich hat neben immensen ungedeckten Rückbaukosten eine Rekordarbeitslosigkeit.
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    1. Antwort von A Züger (zua)
      Bei Stromverbrauch ist 99.99%-tige Versorgungsicherheit seit Jahren eine Selbstverständlichkeit (weniger 1 Stunde Ausfall pro Jahr). Bei Produktion hingegen wollen Energiewender weis machen, das funktioniere auch mit flatterhaftem Strom aus Wind und Sonne, der sogar Europa-weit innert Stunden um über 50% unverhofft ändern kann. Hat man sich mal von bewährter Stromversorgung soweit abge-wendet, dass noch 99% Sicherheit bleibt (wöchentlich 2 Stunden Ausfall), ist Energiewende schnell Geschichte.
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    2. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Abgesehen davon, dass die Schweizer Wasserkraftwerke alleine doppelt so viel Leistung generieren können, wie die Schweiz im Schnitt benötigt (BFE): Beznau I ist trotz Investitionen von hunderten Millionen Franken seit bald einem Jahr ungeplant ausgefallen. Letztes Jahr sind sogar alle 5 Schweizer AKW gleichzeitig ausgefallen. Demgegenüber haben die Windkraft- und PV-Anlagen in Deutschland selbst in ihrer tiefsten Ertragswoche immer noch 50% ihrer Durchschnittsproduktion geliefert (EEX).
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    3. Antwort von A Züger (zua)
      @Schmid: Dann sage ich also am Montag, wenn grad Flaute und Regenwetter ist, all meinen Kunden, denen ich diesen Tag die Lieferung versprochen habe, dass ich bis Freitag mit mässig guter Wahrscheinlichkeit ihre Ware fertig habe. Und meine Kunden sagen ihren Kunden, dass sie statistisch wohl mit 2 Wochen Verzug rechnen müssen, etc. Sebst mit einer 80% Versorgungssicherheit wären wir ein ökonomisches 3.Welt-Land. Und unsere Gefriertruhen dienten im besten Falle als Kaninchenställe.
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    4. Antwort von N. Schmid (Schmid)
      Letztes Jahr sind sogar sämtliche 5 Schweizer AKW ausgefallen. Demgegenüber haben die PV- und Windkraftanlagen in Deutschland jeden Tag Strom produziert. Da die Wasserkraftwerke mehr Strom produzieren können, als die Schweiz maximal verbrauchen kann sind kurzzeitige Kraftwerksausfälle, selbst wenn sie zu 100% ausfallen, übrigens kein wesentliches Problem. Langfristige AKW-Ausfälle wie Beznau I sind allerdings ein Problem, weil die Speicherkapazität der Wasserkraftwerke begrenzt ist.
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  • Kommentar von Ramon Zehnder (Bundesrat)
    Sehr Schade, dass diese sehr billige und effiziente Energieerzeugungsform zu nichte gemacht wird. Es sollte zuerst jeder, der Kernkraftwerke missachtet bei sich zu Haus den Strom abschalten. So kann er sehen, wie es nach dem 20. Dezember 2019 aussieht.
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