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Schweiz Demonstration für «wirksame Massnahmen» gegen Straftäter

Nach dem Tötungsdelikt an der Genfer Sozialtherapeutin haben rund 200 Personen einen Protestmarsch in Lausanne durchgeführt. Den sogenannten «Marche noire» starteten die schwarz gekleideten Teilnehmer beim Obergericht und zogen vor das Bundesgericht.

Legende: Video «Marche noire» in Lausanne abspielen. Laufzeit 0:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.09.2013.

Mit der Aktion sollte gegen die «für die Opfer Verantwortlichen» protestiert werden, wie die Organisatoren vermerkten. «Die schwarze Kleidung ist ein Zeichen der Empörung, der Wut», sagte Organisatorin Safae Gebbhari. «Wir wollen kein weiteres Versagen des Systems.»

Zu den Opfern gehören neben der Genfer Therapeutin auch die jungen Frauen, die im vergangenen Mai in Payerne (VD) und im März 2009 in Rieden (AG) ebenfalls Opfer von Tötungsdelikten geworden waren.

«Wie viele Namen von Opfern müssen der Liste noch beigefügt werden, bevor endlich wirksame Massnahmen ergriffen werden?», heisst es im Aufruf der Marschorganisatoren.

Die junge Genfer Sozialtherapeutin wird am Montag in Avusy (GE) beerdigt. Sie hatte am 12. September einen verurteilten Vergewaltiger auf einem Freigang begleitet. Tags darauf wurde ihre Leiche in einem Wald bei Genf aufgefunden. Der mutmassliche Täter wurde letzten Sonntag in Polen verhaftet.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Die Frage ist eine rein politische: Wollen wir nur über eine Art Fehler reden? D.h., Fehler ist, wenn ein ehemaliger Täter raus darf und rückfällig wird. Der rechtsstaatliche Fehler, dass jemand Jahre bis Jahrzehnte eingesperrt bleibt, ohne gefährlich zu sein, wird ausgeblendet. Fehler macht die Politik z.B. mit der Unternehmensreform ll: Völlige Falscheinschätzung der Steuerausfälle. Diese bürgerlichen PolitikerInnen, auch alle bei der SVP, haben die Opferhilfe 2003 massiv gekürzt! Alles klar?
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