Depressionen kosten die Schweiz Milliarden

Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Schlaf- und Konzentrationsprobleme: Depressionen äussern sich vielgestaltig. Rund 20 Prozent erkranken einmal im Leben daran. Der Schaden für die Volkswirtschaft ist immens.

Frau in einem Gang am Boden - sie scheint traurig/depressiv zu sein

Bildlegende: Depressionen haben hohe Folgekosten für die Gesellschaft. Colourbox/symbolbild

Jede fünfte Person in der Schweiz erkrankt in ihrem Leben einmal an einer Depression. Das kostet die Schweizer Volkswirtschaft rund 10 Milliarden Franken jährlich, wie eine neue Studie aufzeigt. Dieser Betrag entfällt je gut zur Hälfte auf direkte und indirekte Kosten.

Bei schweren Depressionen fallen pro Patient und Jahr rund 40'000 Franken an, bei mittelschweren 28'000 und bei milden 15'000 Franken.

Effektive Kosten noch höher

Die Erhebung basiert auf Daten zu 556 Depressions-Patienten von Psychiatern aus sieben Kantonen. Die Forschenden erfassten die Kosten der benötigten Spitaltage, Arztvisiten, Medikamente und Therapien, sowie die verlorenen Arbeitstage und Invalidenrenten. Dann rechneten sie die Zahlen auf die Gesamtbevölkerung hoch.

Da die Studie nur Personen zwischen 18 und 65 Jahren erfasst und da lange nicht alle Depressionen gemeldet werden, gehen die Autoren davon aus, dass die effektive finanzielle Last für die Volkswirtschaft noch um einiges höher ist, schreibt die Uni.