Der Frauenanteil unter den Medizinern steigt

Die aktuelle FMH-Ärztestatistik zeigt, dass die Zunahme an Ärzten vor allem durch den Zuwachs an Frauen im Beruf begründet ist. Diesen Trend bestätigt auch die Tatsache, dass Ärztinnen und Ärzte immer mehr Teilzeit arbeiten.

Frau gibt Injektion

Bildlegende: In der Schweiz sind immer mehr Ärztinnen im Einsatz. Keystone/archiv

Aktuell sind in der Schweiz 31'858 Ärztinnen und Ärzte berufstätig, 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dieses Wachstum ist vor allem durch den Zuwachs an Ärztinnen begründet, deren Zahl um 5,8 Prozent auf 11'962 wuchs, wie der FMH-Ärztestatistik 2012 zu entnehmen ist.

Dieses Bild widerspiegle die Entwicklung der Frauenquote bei den Studierenden und den Abschlüssen im Studium der Humanmedizin in den letzten Jahren, heisst es in der jüngsten Ausgabe der «Schweizerischen Ärztezeitung». Die Zahl der Ärzte stieg nur um 1,8 Prozent.

Dieser Trend beeinflusst auch die Altersverteilung: In den Altersgruppen von 25 bis 34 Jahren ist der Anteil der Frauen grösser als jener der Männer. Zwischen 35 und 39 Jahren arbeiten fast gleich viele Männer wie Frauen als Ärzte, während ab dem 40. Lebensjahr mehr Männer als Frauen beschäftigt sind.

Mit der Zahl an Ärztinnen steigt auch die Teilzeitarbeit. Ärztinnen arbeiten rund einen Tag weniger pro Woche als ihre Kollegen. In den Spitälern ist dieser Unterschied kleiner als im ambulanten Praxisbereich.

Der Zuwachs der Ärzteschaft findet vor allem im Spitalbereich statt. Seit 2003 arbeiten dort rund 15 Prozent mehr Ärzte.