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Schweiz Der Papst gewährte Schneider-Ammann 20 Minuten

Johann Schneider-Ammann weilt seit gestern in Rom. Heute erhielt der Bundespräsident beim Oberhaupt der katholischen Kirche eine Audienz von 20 Minuten. Schneider-Ammann wurde von Nationalratspräsidentin Christa Markwalder und Ständeratspräsident Raphaël Comte begleitet.

Legende: Video Audienz beim Papst abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.05.2016.

Bundespräsident Johann Schneider-Amman ist von Papst Franziskus im Vatikan empfangen worden. Der Bundespräsident traf mit einer Delegation aus Politik, Militär und Kirche im Vatikan ein. Im Mittelpunkt der 20-minütigen Audienz standen Migrationsthemen, die Zukunft Europas und das Problem der Jugendarbeitslosigkeit.

Franziskus sorgt sich um Integration der Flüchtlinge

Der Bundespräsident berichtete dem Papst detailliert über die Schweizer Migrationspolitik und hob dabei die Bereitschaft der Schweiz hervor, in Krisenländern Hilfe zu leisten, um die Fluchtursachen der Migranten zu beheben. Die Kosten für Hilfe am Ort, wo sich Krisen entwickeln, seien geringer als die Versorgung von Migranten in Europa.

Legende: Video «Habe dem Papst unser System erklärt» abspielen. Laufzeit 00:54 Minuten.
Aus News-Clip vom 07.05.2016.

Eine der Hauptsorgen des Heiligen Vaters sei die Integration von Migranten in Europa. Diesbezüglich habe er ihm die Schweizer Politik erklärt, sagt Schneider-Ammann: «Wer bleiben darf, wird integriert und muss dafür auch die Sprache lernen. Wir wollen keine Parallelgesellschaften. Wer nicht bleiben darf, wird zurückgebracht.»

Im Anschluss an die Audienz sprach sich Schneider-Ammann vor den Medien auch gegen den Einsatz der Schweizer Armee zum Grenzschutz aus, sollte es zu starken Migrantenströmen kommen. «Wenn es nach mir ginge, geht die Armee nicht an die Grenzen, sondern der Zivilschutz. Wir haben die Strukturen und die sind eingespielt», so Schneider-Amman.

Einladung für Papst-Besuch in der Schweiz

Legende: Video «Ein äusserst sympathischer Mensch» abspielen. Laufzeit 00:47 Minuten.
Aus News-Clip vom 07.05.2016.

«Ich bin höchst glücklich, dass ich diese Gelegenheit zum Treffen mit dem Papst hatte, eine Person von ganz grossem Charisma und Normalität zugleich. Der Papst verstehe es, die Türe zu öffnen», sagte Schneider-Ammann, der sich selber «nicht als klassisch gläubig» bezeichnet: «Wenn man Franziskus nachsagt, er hätte Charisma, so habe ich das heute bestätigt bekommen. Er ist ein äusserst sympathischer Mensch.»

Er habe dem Papst gegenüber die Einladung zu einem Besuch der Schweiz bekräftigt, der Papst habe sie zur Kenntnis genommen.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von tom rosen (tom rosen)
    Franziskus wer? Ach dieser Jorge M. Bergoglio aus Buenos Aires, der kath. Priester, der jetzt unter neuem Namen in diesem Stadtteil von Rom lebt. Wieso redet Schneider- Ammann 20 Min. mit dem über unsere Politik? Ein Priester irgendeiner Glaubensrichtung sollte über's Seelenheil seiner (und niemandes sonst) Schäflein reden. In seinem Tempel/Gotteshaus. Und wenn er über so viele Mittel verfügt wie dieser Argentinier, dann könnte er doch locker ein paar tausend Flüchtlinge finanzieren.
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  • Kommentar von Peter Escher (Peter)
    Simon Nussbaumer (SN), Zürich / . sorry, simpler kann ein Kommentar nicht sein. Was für ein Vergleich ....
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Da hat sich der Papst ziemlich hardcore in die nationale Politik eingemischt. Sorry, das geht nicht. Ich würde von ihm erwarten, dass er mit "Gleichgesinnten", d.h. mit Oberhäupten anderer Religionen die Lösung aus dem humanitären Blickwinkel sucht. Er, der griechisch-orthodoxe Pope, der saudische Haupt-Mullah usw. Das wäre eine bemerkenswerte Runde...
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    1. Antwort von Oliver Schaub (Oliver Schaub)
      Frau Fitzi: ich weiss was Sie meinen und stimme Ihnen zu beinahe 100% zu... aber, Kirchen und Religionen haben nullkommanullnix mit Humanismus zu tun. Die Oberhäupter der Kirchen sollten sich für einen Frieden unter den Religionen einsetzen. Das, und nur das würde auf längere Frist einen Grossteil der Konflikte im nahen Osten und Nordafrika beseitigen. Die "humanitäre" Arbeit der Kirchen ist bloss Augenwischerei.
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