Post reagiert auf Kritik Der Pöstler wird auch ein Bankschalter

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Bar-Zahlungen an Haustüre

1:23 min, aus Tagesschau am Mittag vom 2.3.2017

  • Ab 1. September können Postkunden Bareinzahlungen an der Haustüre tätigen, wie die Post bekannt gab.
  • Das gilt für alle Ortschaften, die keine eigenen Poststellen und nur noch eine Partnerfiliale haben, wie zum Beispiel in einem Dorfladen.
  • Die Post reagiert mit dieser und weiteren Massnahmen auf die teils massive Kritik an der Schliessung von Filialen.
Pöstlerin in einem Dorf mit ihrem Moped unterwegs.

Bildlegende: Pöstler sollen nicht mehr nur die Post bringen, sondern auch für Bareinzahlungen der Kunden zuständig sein. Keystone

Mit verschiedenen Massnahmen will die Post die Schliessung von 600 Filialen auffangen. Partnerfilialen bewährten sich als Alternative zur Poststelle zwar gut, schreibt das Unternehmen. Doch dürfen diese Agenturen keinen Barzahlungsverkehr mehr anbieten wegen der Anforderungen an die Sicherheit sowie wegen des Geldwäschereigesetzes. Weil viele Kunden diese Dienstleistung vermissen, führt sie die Post nun auf dem Umweg über die Haustüre wieder ein.

Vor allem älteren Leuten sei dies ein grosses Anliegen. Bis maximal 10'000 Franken können an der Haustür direkt beim Postboten einbezahlt werden.

Zeitung bis am Mittag im Briefkasten

Zudem können künftig in Partnerfilialen auch wieder Massensendungen aufgegeben werden. Die Post kommt damit Forderungen von Gemeinden, Vereinen und Firmen entgegen.

Auch in Gebieten, wo Tageszeitungen nicht per Frühzustellung verteilt werden, springt der Pöstler ein: Die Post bringt abonnierte Tageszeitungen bis am Mittag ins Haus. Damit entspreche die Post einem grossen Bedürfnis der Kunden, schreibt das Unternehmen.