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Schweiz Der Run auf die Caritas-Märkte

Caritas-Märkte boomen. Immer mehr Menschen kaufen in der reichen Schweiz die günstigen Lebensmittel beim Hilfswerk Caritas ein. Warum eigentlich?

Eine Frau kauft in einem Caritas-Markt ein.
Legende: Ausländer, Allein-Erziehende, Randständige: Sie nutzen die Caritas-Märkte immer öfter. Keystone

Sozialhilfe-Empfänger und Bedürftige nutzen das Angebot immer öfter: günstig Lebensmittel in einem Caritas-Laden einkaufen. Im ersten Halbjahr 2013 stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 5,2 Millionen Franken. Rolf Maurer, Geschäftsführer der Caritas-Märkte, bestätigte eine entsprechende «Blick»-Meldung.

Die Gründe? Maurer nennt die zunehmende Bekanntheit. Aber nicht nur. Auch das vergrösserte Sortiment und die guten Preise tragen zur steigenden Beliebtheit bei.

Die Caritas-Märkte verzeichnen jährlich ein stattliches Wachstum: zwischen 10 bis 14 Prozent. Davon können Coop und Migros nur träumen. Ihr Umsatz steigt im Schnitt pro Jahr um zirka ein bis zwei Prozent.

Das Konzept ist einfach: Caritas bezieht Lebensmittel auf dem normalen Markt. Zusätzlich erhält das Hilfswerk Gratiswaren. Firmen überlassen den Caritas-Märkten Überbestände oft gratis oder stark vergünstigt. Der Anteil der Gratiswaren liegt zwischen 25 und 30 Prozent. Damit subventioniert Caritas die übrigen Lebensmittel in seinen Läden.

Kaufen darf in den Caritas-Märkten nicht jeder. Nur Empfänger von Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen erhalten eine Kundenkarte und damit günstige Lebensmittel.

7 Kommentare

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  • Kommentar von elize naude, zürich
    @ m keller sie haben es auf den punkt gebracht!!!! unsere "reiche schweiz" riecht nicht nur gut... "reich" sind nur ein handvoll die zuviel verdienen...
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  • Kommentar von M. Keller, Thurgau
    Waren, die das "zu verkaufen bis: .."-Datum überschritten haben, aber noch immer "gut" sind, gibts dort auch. Die Frage jedoch, "warum immer mehr in Caritas Märkten einkaufen", ist falsch: nur Fürsorgeempfänger und solche, die am Existenzminimum leben, können dort einkaufen... Somit müsste die Frage eher lauten: "warum leben in der reichen Schweiz immer mehr Menschen am Existenzminimum" - aber die Antwort da drauf könnte für gewisse Kreise unangenehm werden...
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    1. Antwort von Marianne Roe, Gwatt
      M. Keller Sie stellen die Frage, warum immer mehr Menschen am Existenzminimum leben. Die Antwort dazu ist: weil das Existenzminimum laufend erhöht wird, und dies aus dem Grund, damit die Wirtschaft noch mehr angekurbelt wird. Also für diejenigen welche bereits genug haben.
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    2. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Frau Roe - als jemand, der notgedrungen am Existenzminimum leben "darf" (muss trifft es eher!), kann ich ihnen versichern: es wird laufend NACH UNTEN angepasst. Da die Preise immer höher werden, aber das, was die Fürsorge zahlt, immer weniger wird. Das Problem, Frau Roe, liegt einfach darin, das immer mehr Menschen in der CH in der Fürsorge landen. AVIG-Revision (mehr Ausgesteuerte) lässt grüssen. Und da man lieber Arbeitskräfte aus dem Ausland holt, als hiesige Arbeitslose zu nehmen ...
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    3. Antwort von Marianne Roe, Gwatt
      M. Keller : Da muss ich Sie mal fragen, welche Partei Sie üblicherweise wählen? Z.B. wenn es um Ausländereinfuhr und freien Personenverkehr aus der EU geht? Vor allem das Sozialwesen an die "mittellosen" die man aus dem Ausland holt ist sehr, sehr teuer. Deshalb bekommen bei uns die wirklich Bedürftigen manchmal nicht genug. Wenn aber Auslandferien zum Bedarf gehört, oder Drogenkauf, sehe ich rot!
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    4. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Frau Roe - ich nutze die Möglichkeiten, die das "Panaschieren" und "Kumulieren" ermöglichen; ich wähl Köpfe, keine Parteibücher. Auch wurde mehrfach vom SRF in jensten Reportagen UND VOM SECO bestätigt, das zuerst Bewerber aus dem Ausland genommen werden, bevor arbeitslose CHer eingestellt werden. Kommen Sie mal in eine Grenzregion; vgl. TG und SH. Fragen Sie fragen sie Arbeitgeber wen die lieber einstellen - Arbeitslose CHer oder Pendler aus Süd-D...
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    5. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Übrigens Frau Roe, ihre Klischees... Gehen Sie doch mal auf's RAV, und auf die Fürsorge- oder Sozialämter; und fragen Sie die Leute woher sie kommen, was sie machen, und wie es ihnen geht... DROGENABHÄNGIGE sehen Sie selten dort. Auch solche, die Auslandsurlaube machen können finden Sie nicht. Gehen Sie, Fragen Sie, Hören Sie, Erkennen Sie...
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