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Schweiz Der Steuerdeal ist unter Dach

Nach jahrelangem Tauziehen haben sich die USA und die Schweiz im Steuerstreit geeinigt. Beide Seiten unterzeichneten den entsprechenden Vertrag. Er sieht Bussen zwischen 20 und 50 Prozent der undeklarierten Vermögen amerikanischer Kunden vor.

Die Schweiz und die USA haben sich im Steuerstreit geeinigt. Das so genannte Joint Statement zwischen beiden Seiten ist unterschrieben und wurde am Abend vom Justizministerium in Washington veröffentlicht.

Legende: Video Bis zu 50 Prozent Strafe abspielen. Laufzeit 2:45 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 30.08.2013.

Die Vereinbarung gibt Schweizer Banken die Möglichkeit, eine allfällige künftige Strafverfolgung aus den USA zu vermeiden.

Hohe Bussen

Teil des Joint Statements: Die Schweizer Banken müssen Bussen zwischen 20 und 50 Prozent der Gesamtsumme zahlen, die sie an undeklarierten Vermögen amerikanischer Kunden betreut haben.

20 Prozent zahlen jene Banken, die mit Stichdatum 1. August 2008 unversteuertes Geld von US-Bürgern hatten. Für die Konten, die zwischen dem 1. August 2008 und vor Februar 2009 eröffnet worden sind, beträgt die Strafzahlung 30 Prozent. Den Höchstsatz zahlen Banken, die danach noch US-Bürger mit unversteuertem Geld als Kunden aufgenommen haben.

«Die Höhe der Bussen von bis zu 50 Prozent ist happig», sagt SRF-Korrespondent Arthur Honegger in Washington.

Nicht alle Banken können mitmachen

Von der Vereinbarung können nur jene Banken Gebrauch machen, die derzeit nicht Gegenstand einer Untersuchung durch die Behörde in dieser Sache sind.

Die Schweizer Banken müssen aber nicht nur hohe Bussen in Kauf nehmen. Sie müssen auch sämtliche grenzüberschreitenden Aktivitäten sowie detaillierte Informationen über die betroffenen Konten offen legen.

Die Unterschriften

Medienkonferenz im Bundeshaus

Finanzministerin Widmer-Schlumpf hat für Freitagmorgen eine Medienkonferenz angekündigt. Wir übertragen sie live ab 8.30 Uhr auf srf.ch.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    "Sie müssen auch sämtliche grenzüberschreitenden Aktivitäten sowie detaillierte Informationen über die betroffenen Konten offen legen." Was heisst den das schon wieder? Wenn ich eine Rechnung in Deutschland bezahle, dann werden alle meine Kontodaten in die USA geschickt, obwohl ich mit der USA gar nichts zu tun hab?
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    US-Kunden verlieren wegen Steuerhinterziehung zwischen 20 und 50 Prozent ihrer undeklarierten Vermögen.Die Banken zahlen das Geld nicht mit ihrem"Eigenkapital".Sie verlieren zwischen 20 und 50 Prozent der"Kundengelder"amerikanischer Herkunft.Neben der Amerikanischen,gibt es jedoch noch etwelche andere internationale"Kundschaften"die weder steuerliche Vermögens-Einbussen noch Daten preisgeben müssen.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Endlich werden die Gangster im Nadelstreifenanzug vom Paradeplatz und sonstwo richtig zur Kasse gebeten! Kein Bedauern. A) Kantonalbanken: 1) Null Kohle vom Staat! Pleite in Kauf nehmen! 2) Führunggremien: fristlos und ohne einen Rappen Abgangsentschädigung feuern, anzeigen, Staatsanwalt einschalten, einsperren - Sicherheitsverwahrung! Privatbanken, sollte es die eine oder andere "lüpfen": Null Kohle vom Staat. Die Eigner haften in der Regel bis auf's letzte Hemd - Rest ergibt sich!
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    1. Antwort von E. Wagner, Zug
      So leicht wie sie es schildern geht/wird es nicht gehen. Am Ende zahlt nämlich der kleine Sparer wieder die Zeche.
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