Designerdrogen: 29 Substanzen neu verboten

Die Schweiz hat mehr als zwei Dutzend synthetisch hergestellte Rauschmittel ins Betäubungsmittelverzeichnis aufgenommen. Ab sofort sind Herstellung, Handel und Anwendung der Substanzen verboten.

Verschiedene Pillen auf einem Tisch

Bildlegende: Drogenproduzenten bringen ständig neue Substanzen auf den Markt: 150 Designerdrogen sind in der Schweiz verboten. Keystone

Im Kampf gegen Designerdrogen hat die Schweiz 29 neue Substanzen und zwei neue Substanzgruppen verboten. Bei den synthetisch hergestellten Rauschmitteln sind Herstellung, Handel und Anwendung ab sofort illegal, wie das Heilmittelinstitut mitteilt. Polizei und Zoll dürfen die Substanzen beschlagnahmen.

Laut dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) können die Designerdrogen «oft ganz legal im Internet vertrieben werden, etwa als Badesalz, Pflanzendünger oder Forschungschemikalien», bevor sie dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt werden.

Regelmässige Anpassung

Neue psychoaktive Substanzen würden regelmässig aufgrund ihrer Gefährlichkeit kontrolliert, in die Schwarzen Listen aufgenommen und verboten. «So kann die Verbreitung neuer Designerdrogen auf dem Schwarzmarkt wirkungsvoll bekämpft werden», teilt das EDI mit.

Mit den neu aufgenommen Substanzen stehen in der Schweiz nun insgesamt 150 Designerdrogen auf der Schwarzen Liste.