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Schweiz Die Einkaufsliste der Armee

Eine neue Brücke, neue Fahrzeuge und Ersatzteile, mehr Sicherheit bei der Kommunikation. Das sind die wichtigsten Punkte im diesjährigen Rüstungsprogramm. 740 Millionen Franken hat die Armee dafür budgetiert.

Das Rüstungsprogramm 2013 sei unspektakulär, sagte VBS-Chef Ueli Maurer vor den Medien. Wegen der geplanten Beschaffung des Gripen-Kampfflugzeuges habe man nicht allzu viel Geld. «Es geht nur darum Lücken zu schliessen.»

Der grösste Posten der 740 Millionen betrifft ein neues Telekommunikationssystem, für 209 Millionen Franken. Die heute eingesetzten Telekommunikations-, Führungsunterstützungs- und Infor­matiksysteme der Armee seien zum Teil ungenügend geschützt, erklärte Maurer.  Nun wird eine neue Software angeschafft, die die Sicherheit erhöhen soll. Der Zugriff von Unberechtigten soll erschwert werden.

Alle anderen Punkte betreffen weitere Tranchen für den Ersatz von vorhandenem Material.

Dazu gehören:

  • Ein Brückensystem, das erlaubt, innerhalb weniger Stunden eine Distanz von 45 Metern ohne Unterstützung zu überqueren. Diese Brücke kann bei Flüssen aber auch bei Überschwemmungen eingesetzt werden. (86 Millionen Franken)
  • Neue Fahrzeuge: Viele der eingesetzten Lastwagen und sonstigen Fahrzeuge hätten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Sie würden weder den Sicherheitsanforderungen noch den Abgasvorschriften entsprechen, erklärte Maurer dazu. (86 Millionen Franken)
  • Die Ersatzteillager – unter anderem für die F/A- 18- Kampfflugzeuge - werden aufgefüllt. (149 Millionen Franken)
  • Es werden weitere geschützte Mannschaftsfahrzeuge angeschafft. (222 Millionen Franken)

Die 740 Millionen Franken für das Rüstungsprogramm 2013 werden nicht alle in diesem Jahr, sondern bis 2020 ausgegeben. Daran sei die Schweizer Industrie mit 87 Prozent beteiligt, wie Maurer betonte. Damit könnten hierzulande rund 500 Arbeitsstellen während sieben Jahren sichergestellt werden. Dem Rüstungsprogramm muss noch das Parlament zustimmen.

Legende: Video «Maurer: Neue Fahrzeuge trotz geringer Laufleistung» abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Vom 22.05.2013.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Wanner, Aarau
    Ich finde es gut, dass Herrn Maurer eine Einkaufsliste macht. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass man nix vergisst.
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  • Kommentar von Armin Studer, Zürich
    Immer diese Armeegegner...! Jetzt wollen sie noch abschaffen und die Armee tot-sparen, aber sobald die Armee gebraucht wird und nicht verfügbar ist wird von den selben Leuten die gegen die Armee waren rumgeheult und gemotzt wieso man keine Armee mehr hat die eingreifen Unterstützen könnte oder was auch immer! Es braucht halt nunmal eine gut ausgerüstete Armee! Und wir geben unsere Steuergelder, meiner Meunung nach, sonst auch für völlig sinnlose Sachen aus! An anderen Orten gäbe es auch zu spare
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Am besten haucht man SAURER in Arbon wieder Leben ein. Die Hallen stehen ja mehr oder weniger noch! Wenn Nein, freut sich wenigstens das angrezende Ausland darüber, ein paar Lastwagen liefern zu können... immerhin etwas! Am günstigsten wäre aber, den grünen Verein aufzulösen! Er kann ja doch nicht nach BR Maurers Vision "die beste Armee der Welt" aufgestellt werden.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      ...man hat dem VBS so viele Mittel gestrichen, das die Armee kaum noch Einsatzbereit ist... Anstatt das man ihr nun die benötigten Mittel (Chef: 750Mio auf 7 Jahre, die Entwicklungshilfe für EU-Kandidat Kosovo hat in den letzten 5 Monaten mehr gekostet!) spricht damit sie ihren Auftrag wahr nehmen kann, fordert man deren Abschaffung!? Wenn eine Feuerwehr mit Pferdezug nicht rechtzeitig zum Löschen da ist, fordern sie doch nicht die Abschaffung der FW, sondern ein modernes Löschfahrzeug...
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