Die Freiwilligkeit in Zahlen

Ohne Freiwilligkeit ginge kaum etwas. Ob im Ehrenamt in einem Verein, ob Nachbarschaftshilfe oder Spende: In der Schweiz hilft man sich gegenseitig rege. In Zahlen zeigt sich eine beeindruckende Bereitschaft.

Personen posieren mit Schaufeln vor einem Schneehaufen.

Bildlegende: Freiwilligen-Arbeit ist auch das Freischaufeln von Schnee vom Fussballplatz im Letzigrund engagierter FCZ-Fans.. Keystone / Archiv

Freiwillige in Zahlen

⅟₄2014 war rund ein Viertel der Schweizer Wohnbevölkerung über 15 Jahren innerhalb von Vereins- und Organisationsstrukturen freiwillig engagiert. Jeder Zehnte ist ehrenamtlich – das heisst in Form eines gewählten Amtes – formell freiwillig tätig.
3Der Freiwilligen-Monitor unterscheidet drei Formen von Freiwilligkeit: Freiwillige Tätigkeiten, die innerhalb von Vereins- oder Organisationsstrukturen ausgeübt werden (formelle Freiwilligkeit), freiwillige Arbeiten wie Nachbarschaftshilfe oder das Hüten fremder Kinder (informelle Freiwilligkeit), sowie Spenden.
5Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft bezeichnet fünf Persönlichkeitseigenschaften, welche für die Freiwilligkeit besondere Bedeutung haben: Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und emotionale Stabilität.
38In der Schweiz engagieren sich 38 Prozent der Wohnbevölkerung über 15 Jahren ausserhalb von Vereinen und Organisationen informell freiwillig. Dies ist ein steigender Wert, wie die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft feststellt.
70Rund 70 Prozent der Wohnbevölkerung über 15 Jahren geben an, im 2014 Geld für andere Menschen oder gemeinnützige Zwecke zur Verfügung zu stellen. Das Spenden bleibt somit auch in der aktuellen Befragung die am weitesten verbreitete Form von Freiwilligkeit in der Schweiz.
1997
Das Bundesamt für Statistik erhebt im Rahmen der regelmässigen Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) seit 1997 Daten zum Ausmass der quantitativen Situation der Freiwilligenarbeit in der Schweiz. Die letzte derartige Befragung war 2013.
2001
Das Jahr 2001 war das internationale UNO-Jahr der Freiwilligen. Spätestens seitdem wurde viel über Freiwilligenarbeit diskutiert und auch geforscht. Freiwillig Tätige decken wichtige gesellschaftliche Dienste ab und fördern gleichzeitig den Zusammenhalt.
7000Für den Freiwilligen-Monitor werden gegen 7000 Menschen befragt. Damit ist es auch laut der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft möglich, für Teilgruppen wie zum Beispiel nach Alter, Geschlecht, Bildung oder Muttersprache zu verlässlichen Resultaten zu kommen.
2'034'907Rund ein Viertel (Zahl stammt von 2013) der in der Schweiz wohnhaften Bevölkerung engagiert sich freiwillig im Internet. Freiwilliges Engagement im Internet beinhaltet in der Regel das Gründen und Moderieren von Facebook-Gruppen oder die Pflege von Webseiten von Vereinen oder Organisationen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Freiwilligen-Arbeit verändert sich

    Aus Tagesschau vom 19.2.2016

    In der Schweiz ist Freiwilligenarbeit zwar noch immer verbreitet, verändert sich aber mehr und mehr: Junge Menschen engagieren sich viel lieber im Internet.