Die grösste Flugzeug-Party der Schweiz

Auch ohne die russische Fliegerstaffel kommen die Besucher an der Flugshow Air 14 in Payerne am nächsten und übernächsten Wochenende voll auf ihre Kosten. Zahlreiche Fliegerstaffeln aus der Schweiz und dem Ausland werden ihr Können zeigen. Mit dabei ist auch der Weltraumpionier Claude Nicollier.

Die letzte Mirage rollt 2003 auf dem Militärflugplatz Dübendorf (ZH) zum Fliegermuseum.

Bildlegende: Das legendäre Schweizer Kampfflugzeug Mirage in Dübendorf (ZH). Auch dieses Flugzeug wird an der Air 14 zusehen sein. Keystone

Spätesten seit dem vergangenen Mai weiss man, dass die Schweizer Bevölkerung der Luftwaffe eher kritisch gegenüber steht. Dennoch rechnen die Veranstalter der grössten Schweizer Flugshow mit einem Besucheraufmarsch von 300'000 Personen.

Zumindest was den Vorverkauf für die Air 14 betrifft, scheint die Skepsis verflogen zu sein. Die Veranstalter der 10 Millionen Franken teuren Show melden bereits über 130'000 verkaufte Tickets.

Auch ohne die russische Fliegerstaffel «Russian Knights» mit Ihren Su-27 Kampfjets kommen die Aviatik-Fans auf ihre Rechnung. Das Programm über dem Himmel von Payerne verspricht so einiges.

Für die beiden Wochenenden vom 30./31. August und 6./7. September
werden zahlreiche Flugstaffeln aus dem Ausland erwartet.

Wiedersehen mit Astronaut Claude Nicollier

Am ersten Wochenende werden die Patrouille Suisse, die polnischen Su-22, der MiG-29, das Duo Mirage 2000 Ramex Delta, ein Airbus A330 der Swiss sowie Helikopter am Himmel zu sehen sein.

Am zweiten Wochenende stehen unter anderem Flugstaffeln aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Frecce Tricolori aus Italien, die Red Arrows aus Grossbritannien, die französische Rafale, der Eurofighter sowie ein Airbus A380 auf dem Programm.

Anlass für die grösste Flugshow der Schweiz sind gleich drei Jubiläen. Die Schweizer Luftwaffe feiert ihr 100-jähriges Bestehen, die Fliegerstaffel Patrouille Suisse ihren 50. Geburtstag und das PC-7-Team das 25-jährige Jubiläum.

An der Flugshow Air14 wird sich auch der Schweizer Weltraumpionier Claude Nicolier beteiligen. Mit einer Hunterstaffel zeigt er Bodenangriffe über dem Festgelände im Waadtland. Noch immer absolviert der ehemalige Kampfjetpilot regelmässige Flüge mit dem Oldtimer, der vor rund 20 Jahren aussortiert worden war.

Nicollier war 1966 von der Schweizer Luftwaffe zum Militärpiloten ausgebildet worden. Dank dieser Ausbildung und eines Astrophysik-Studiums erfüllte er die Anforderungen der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA und wurde 1977 für die erste ESA-Astronautengruppe ausgewählt. Nicollier nahm insgesamt an vier Space-Shuttle-Missionen teil.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Air14: Viele Besucher, grosser Aufwand

    Aus 10vor10 vom 29.8.2014

    Die Flugshow Air14 ist neben der Streetparade schweizweit der grösste Publikumsanlass in diesem Jahr: 400‘000 Besucher werden an den nächsten beiden Wochenenden in Payerne erwartet. Die Armee aber auch zivile Rettungskräfte und Spitäler sind mit grossem personellem Aufgebot vor Ort. Nicht alle sind begeister von solch einem Giga-Anlass.

  • Ein Astronaut an der AIR14

    Aus Schweiz aktuell vom 28.8.2014

    Ins Showprogramm der AIR14, der Flugschau zum 100jährigen Bestehen der Schweizer Luftwaffe, ist auch Claude Nicollier eingebunden. Der ehemalige Astronaut war Militärpilot, sass am Steuerknüppel legendärer Jagdflugzeuge und fliegt an der AIR14 mit einer Hunter-Staffel Erdkampf-Simulationen. Nicollier ist überzeugt: ohne die Pilotenausbildung der Schweizer Luftwaffe wäre er kaum je ins All geflogen.