Schweizer Kriminalgeschichte Die grössten Coups der letzten 30 Jahre

Lange konnten sich die Täter nicht an ihrer 40-Millionen-Beute aus dem Geldtransportüberfall in der Waadt erfreuen. Wären sie erfolgreich gewesen, hätten sie sich unter einige der spektakulärsten Coups der jüngeren Schweizer Kriminalgeschichte reihen können.

24. Mai 2017: Nach einem Überfall auf einen Geldtransport mit einer Beute von über 40 Millionen Franken auf der A1 in der Waadt werden die mutmasslichen Urheber in Frankreich gefasst.

10. Februar 2008: Beim grössten Kunstraub der Schweizer Geschichte erbeuten drei maskierte, bewaffnete Männer in der Sammlung Bührle in Zürich vier Gemälde im Wert von 180 Millionen Franken. Die Bilder werden später sichergestellt.

Zwei Polizisten bewachen ein Cézanne-Gemälde.

Bildlegende: Eines der gestohlenen Gemälde, «Der Knabe mit der roten Weste» von Paul Cézanne, wurde in Serbien sichergestellt. Keystone

5. Juli 2007: Drei Männer räumen das Uhrenmuseum Girard-Perregaux in La Chaux-de-Fonds NE. Sie flüchten mit rund 100 wertvollen historischen Zeitmessern im Wert von mehreren Millionen Franken.

17. August 2006: Bei einem Überfall auf einen Geldtransporter auf der Vue des Alpes im Kanton Neuenburg fallen den Tätern Uhrenteile aus Gold und Platin sowie Diamanten im Wert von 6,5 Millionen Franken in die Hände.

Polizist kniet neben schwarzem Transporter.

Bildlegende: Ein Neuenburger Polizist untersucht den Geldtransporter. Keystone

24. Januar 2004: Bewaffnete Gauner überfallen die Edelmetall-Raffinerie Metalor in Marin NE und suchen mit 666 Kilogramm Gold im Wert von 10 Millionen Franken das Weite.

1. September 1997: Acht Räuber erbeuten in einem spektakulären, aber gewaltlosen Coup in der Zürcher Fraumünster-Post über 53 Millionen Franken. Später werden sieben der Täter erwischt und verurteilt.

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Der Fraumünster-Postraub

2:10 min, vom 1.9.1997

8. Februar 1994: Fünf Täter überfallen drei Postangestellte, die Postsäcke von der Zürcher Sihlpost zum Hauptbahnhof transportieren. Beute: 13,5 Millionen Franken. Die Verbrecher bleiben flüchtig.

8. April 1993: Ein Angestellter der SBG-Filiale in Chiasso kommt zwei Kollegen auf die Spur, die seit 1990 nach und nach Goldbarren im Wert von 20 Millionen Franken aus dem Tresorraum der Bank beiseite schafften.

25. März 1990: Beim grössten bis dahin in der Schweiz verübten Banküberfall erbeuten Gangster in einer Genfer Filiale der Schweizerischen Bankgesellschaft Devisen im Wert von 31 Millionen Franken.

6. Januar 1989: Ein Zürcher Postangestellter, der später als «Sihlpost-Räuber» bekannt und verhaftet wird, stiehlt zwei Postsäcke voller Geld und Wertschriften im Betrag von 35 Millionen Franken.