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Nach Burkhalters Rücktritt Die Romandie will um dritten Sitz im Bundesrat kämpfen

Laut dem Westschweizer Publizisten Jacques Pilet ist die Zeit der Minderwertigkeitskomplexe vorbei.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz braucht wieder einen Aussenminister, der das Ausland gut kennt. Das sagt Publizist Jacques Pilet.
  • Politiker mit dieser Eigenschaft finde man primär in der Romandie, ist er überzeugt.
  • Überhaupt wolle die Romandie in Bern eine grössere Rolle spielen.

Der Publizist und Gründer des Magazins «L’Hebdo», Jacques Pilet, ist überzeugt: Mit Didier Burkhalter verliert die Schweiz einen brillanten Diplomaten. Er habe mit Vergnügen beobachtet, wie der Aussenminister unser Land vertreten habe. «Er hat einfach Klasse. Wenn er jemanden im Ausland trifft, wird er ernst genommen», sagt Pilet.

Die Romands sind selbstbewusster denn je.
Autor: Jacques PiletPublizist

Selbst die Minister mächtiger Länder hätten dem Schweizer Aussenminister zugehört. Für Pilet steht fest, dass das so bleiben muss. Die Schweiz brauche wieder eine starke Persönlichkeit, die sich auf internationalem Parkett zu bewegen wisse und die das Ausland nicht nur von fern kenne.

An Gewicht gewonnen

Solche Politiker finde man vor allem in der Romandie. «Wir haben diese Persönlichkeiten in der Romandie, und ich hoffe wirklich, dass dieser Sitz bei den Romands bleibt.»

Die Schweiz kann laut Pilet von der Romandie profitieren. «Wir leben eng mit unserer Umgebung. In der Deutschschweiz habe ich dieses Gefühl manchmal nicht.»

Selbstbewusstsein in der Romandie

Ausserdem habe die Romandie – als international vernetzte, wirtschaftlich dynamische Region – an Gewicht gewonnen, sagt Pilet. «Die Zeit der Minderwertigkeitskomplexe ist vorbei.» Die Romands seien selbstbewusster denn je. «Sie wollen jetzt das Spiel in Bern völlig übernehmen.»

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