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Schweiz Die Schweiz hat ein Gewichtsproblem

Die Erhebung zum Gesundheitsverhalten der Schweizer Bevölkerung zeigt: Die Schweizer treiben zwar vermehrt Sport, gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der übergewichtigen Personen. Diese sind anfälliger für gewichtsbedingte Krankheiten wie Diabetes.

Legende: Video Die Schweiz hat mehr übergewichtige abspielen. Laufzeit 1:07 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 10.10.2013.

Die Befragung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zum Gesundheitsverhalten der Schweizer Bevölkerung führt zutage: Die Schweizer treiben mehr Sport, gleichzeitig hat aber auch die Anzahl der Übergewichtigen zugenommen und zwar massiv. Die Zahl der stark übergewichtigen Personen – das heisst einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder mehr – hat sich seit 1992 verdoppelt. Mittlerweile kommen insgesamt 41 Prozent der über 15-Jährigen auf einen BMI von 25 oder mehr. Sie gelten nach internationaler Definition als übergewichtig. Der BMI als Massstab für Übergewicht ist aber nicht gänzlich unumstritten.

Die Zunahme an Personen mit übermässigem Körperfett ist problematisch. Sie sind anfälliger für Zuckerkrankheiten und Bluthochdruck und somit auch für Herz-Kreislaufkrankheiten. Im Jahr 2012 litten übergewichtige Personen achtmal häufiger an Diabetes als jene mit Normalgewicht.

Auffällig dabei ist, dass Übergewicht bei Personen mit einem obligatorischen Schulabschluss deutlich verbreiteter ist, als bei Personen mit Hochschulabschluss.

Mehr Bewegung zu viel Kalorien

Zugenommen hat auch die Aktivität der Schweizer. Die Studie zeigt: Im Jahr 2012 trieben 56 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren Sport und 72 Prozent erfüllten die aktuellen Bewegungsempfehlungen. BAG-Chef Pascal Strupler stellt jedoch fest, dass die Menschen noch immer zu viel Kalorien zu sich nähmen.

Passivrauchen ging zurück

Die strengeren Regulierungen im Tabakkonsum haben sich bei den 21'500 Befragten bemerkbar gemacht. Noch sechs Prozent der Personen sagten, dass sie regelmässig – das heisst eine Stunde täglich – passiv mitrauchen müssten. 2002 waren dies noch 26 Prozent. Die Zahl der Rauchenden blieb derweil mehr oder weniger stabil.

Beim Alkoholkonsum zeigt laut der Studie fast jeder fünfte ein riskantes Verhalten. Als Risikogruppe gelten Personen, die viel Trinken. Das heisst vier Stangen Bier täglich bei Männern – oder aber mindestens einmal im Monat deutlich viel trinken – sechs Gläser oder mehr.

Schweizer fühlen sich gesund

Generell fühlen sich die Befragten gesund. Nur gerade drei Prozent gaben an, ihr Gesundheitszustand sei schlecht.

Bei den aktuellen Resultaten handelt es sich um erste Auswertungen der Studie. Das BFS will im kommenden Jahr differenzierte Untersuchungen veröffentlichen. Die Studie zur Gesundheit der Bevölkerung findet alle fünf Jahre statt.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Benito Boari, St. Gallen
    @Emilia. Scheinbar reicht uns nicht was ist. Wir empfinden den Zwang, uns mit Süchten Bonus-Erlebnisse zu verschaffen. Etwas stimmt nicht. Dann der eklatante Bewusstseinsmangel jener, die nicht offensichtliche Süchte wie rauchen und trinken haben und sich a) suchtfrei und b) moralisch überlegen fühlen. Dabei essen sie zuviel, praktizieren ihren Narzissmus, konsumieren heimlich Pornografie, etc. Auffallend ist, wie süchtig diese Gesellschaft in Tat und Wahrheit ist und wie wenig sie dazu steht.
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  • Kommentar von Benito Boari, St. Gallen
    Was wir für Arbeit und zwischenmenschlichen Einsatz erhalten reicht scheinbar nicht aus. Wir belohnen uns zusätzlich mit Süchten. Aber was machen Nichtraucher, Nichttrinker, Nicht -äh- Machtmenschen, um den Endorphinschub auszulösen? Sie essen z. B. zuviel. Dann kommt das Glücksgefühl. Mit Nebenwirkungen. Statt zuviel zu essen könnte man hier Kommentare schreiben. Auch eine Suchtform. Die Belohnung ist die Publikation. Jedes Mal, wenn ich von mir etwas veröffentlicht sehe, denke ich: "Wow!"
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    1. Antwort von Emilia Clemens, Mattental
      Äh was, willst du etwa suggerieren, dass man nur entweder Trink-, Rauch- , Essen- oder Machtsüchtig sein kann? In deiner Liste fehlt übrigens noch Sex.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Man wähnt sich in Lebensmittelläden heutzutage wie im F.C.Weber!Vereinzelt noch unverarbeitete Ware,aber vieles davon ausländ./Übersee,auch die eingegasten Früchte+Gemüse,geschmacklos,unreif,angefault vom langen Transport.Ein Blick in die Wägelchen der Kundschaft genügt,die meisten von ihnen können weder kochen+backen noch befassen sie sich mit gesunder Ernährung.Was da,oft noch vor den Augen der Kinder,im Korb landet,ist bedenklich.Cornflakes,Beutelsuppe,Fertigmenüs,-salat-+-sauce,-dessert.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Und trotzdem werden die Leute immer älter. Die wahren Feinde sind der Alkohol- und Tabakmissbrauch.
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    2. Antwort von B. Küng, Seeland
      B. Herrmann, der Inhalt der Einkaufswagen der anderen Kunden geht Sie gar nichts an; Sie haben da gar nicht reinzuschauen.
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    3. Antwort von Marianne Roe, Gwatt
      Also eines ist klar, wir müssen alle sterben, die einen früher und die andern etwas später. Sicher ist das Essen schuld wenn man fett ist, da kann mir keiner etwas erzählen. Beweis ist, wenn sich Leute den Magen "zuschnüren" lassen, nehmen sie unweigerlich ab und trotzdem sterben sie nicht. Es ist die gleiche Sucht wie das Rauchen. Ich bin auch überzeugt, dass Raucher die kräftigsten Menschen sind. Denn Nichtraucher würden eben das Rauchen gar nicht vertragen, ihr Körper ist zu schwach.
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    4. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Ja, zu Befehl, B. Küng, werden mir beim nächsten Einkauf gehorsamst die Augen verbinden!
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    5. Antwort von B. Küng, Seeland
      B. Herrmann: ich gehe mit unverbundenen Augen einkaufen, gaffe aber trotzdem nicht in anderer Leute Einkaufswagen.
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