Die Schweiz hat keinen Bären mehr

Der Bär M25 hat die Schweiz verlassen und vor rund fünf Tagen die Grenze vom Puschlav nach Italien überquert. Dort fiel ihm abermals ein Esel zum Opfer. Es sei der einzige Bär in Grenznähe, sagt der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi in «10vor10», er könnte aber wieder kommen.

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Bündner Jagdinspektor Georg Brosi zum Bär M25

2:09 min, vom 3.6.2014

Der Bär M25 hat das Puschlav verlassen und vor fünf Tagen die Grenze zu Italien überquert. Vor fast einem Monat war der Bär in die Schweiz eingewandert. Er machte sich Richtung Österreich auf – durch das Unterengadin. Die Wanderung machte offensichtlich hungrig: An der schweizerisch-österreichischen Grenze riss er fast ein Dutzend Schafe. Im Puschlav tötete er dann einen Esel.

Ein weiterer Esel musste in der italienischen Region Tirano nun dran glauben. Somit fällt M25 in den Zuständigkeitsbereich der Jagdbehörden in der Provinz Sondrio und nicht mehr des Kantons Graubünden. Im Vergleich zum letzten «Problembären» M13 sei der Besuch diesmal unproblematisch gewesen, sagt der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi gegenüber «10vor10».

Unmut in betroffenen Gebieten

Doch die Begeisterung für den Meister Petz hält sich in Grenzen, so Brosi: «Die Akzeptanz des Bären in den betroffenen Regionen ist im Sinkflug. Dort, wo die Bevölkerung vom Bären betroffen ist, macht sich Unmut breit.»

Im Moment ist M25 – wenn auch in Italien – der einzige Bär in der Nähe der Schweizer Grenze. Einzig in Norditalien seien einige Jungtiere unterwegs, aber nicht in Grenznähe, so Brosi. Innerhalb von einem Tag könnte M25 jedoch wieder der Schweiz einen Besuch abstatten – Bären legen an einem Tag bis zu 30 Kilometer zurück. Und dieser hat sich noch nicht entschieden, in welche Richtung seine Wanderung weiterführen soll.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Ich bin dann Mal weg

    Aus 10vor10 vom 3.6.2014

    Im italienischen Trentino leben rund 50 Bären. Immer wieder findet einer davon den Weg nach Graubünden in die Schweiz. So wie in den letzten Wochen der Bär M25. Doch wie «10vor10» nun weiss: M25 hat die Schweiz wieder verlassen. Die Schweiz ist somit wieder bärenfrei.