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Schweiz «Die Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte»

Dank traditioneller Werte stehe die Schweiz heute erfolgreich da, sagte Bundespräsident Didier Burkhalter in seiner Rede zum 1. August. Doch diese Werte allein genügten nicht: Den Erfolg verdanke das Land auch der wirtschaftlichen Öffnung – und diese wolle der Bundesrat weiterverfolgen.

Legende: Video Rede des Bundespräsidenten zum 1. August abspielen. Laufzeit 8:42 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.08.2014.

Bundespräsident Didier Burkhalter hat die Schweiz als «Erfolgsgeschichte» bezeichnet. Diesen Erfolg verdanke das Land nicht nur traditionellen Schweizer Werten, sondern auch der wirtschaftlichen Öffnung, sagte er in seiner Ansprache zum Nationalfeiertag.

Burkhalter sagte, der Bundesrat wolle diese Öffnung weiterverfolgen. Er wolle den bilateralen Weg weiterführen und erneuern. «Denn der bilaterale Weg erschliesst der Schweiz den Zugang zu ihrem wichtigsten Markt, zum europäischen Binnenmarkt.»

Schweiz schafft Ausgleich

Burkhalter hob die Bedeutung der Integration hervor. Die Schweiz schaffe den Ausgleich zwischen den Regionen, Kulturen, Sprachen und Konfessionen. Sie ermögliche es jeder und jedem, auf die eigene Art zu leben. «Das Geheimnis unseres Landes liegt in der Fähigkeit, Unterschiede als Bereicherung wahrzunehmen statt sie gegeneinander auszuspielen», sagte Burkhalter.

Das wechselhafte Wetter dieses Sommers benutzte er als Sinnbild dafür, «dass wir nie vor einer Katastrophe natürlichen oder menschlichen Ursprungs gefeit sind». Vor 100 Jahren sei der Erste Weltkrieg ausgebrochen, heute lösten Explosionen im Himmel, Kriege auf der Erde oder Hass und Intoleranz Leid für Kinder und ganze Familien aus.

«Diese Dramen – fern und doch so nah – führen uns vor Augen, wie wichtig der Dialog ist», sagte Burkhalter. Wenn sich die Schweiz engagiere und Unterstützung leiste, liege das in ihrem ureigenen Interesse und gehöre zu ihren Verantwortlichkeiten.

Brücken zwischen Kulturen bauen

Zu den Stärken der Schweiz gehörten Unabhängigkeit, Unparteilichkeit, Neutralität – aber auch die Fähigkeit, den Dialog zu fördern und Brücken zwischen Kulturen zu bauen. «Diese Stärken sind ein gefragtes Gut in einer instabilen Welt», sagte Burkhalter, der derzeit auch als amtierender OSZE-Vorsitzender gefordert ist.

Auch wenn der Himmel, den die Schweiz mit der Welt teile, längst nicht immer blau sei – die Schweiz sei eine Erfolgsgeschichte. «Darauf dürfen wir stolz sein.»

Rede im Heimatkanton

Die traditionelle 1.-August-Ansprache des Bundespräsidenten wurde im Laténium, dem archäologischen Museum von Burkhalters Heimatkanton Neuenburg, aufgezeichnet. Burkhalter präsentierte sich dabei in einer Schar musizierender Jugendlicher, welchen er «Herz und Talent» attestierte.

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Schneider, Zürich-Oerlikom
    Herzliche Gratulation unserem Bundespräsidenten, Didier Burkhalter, zu seiner Ansprache zum Nationalfeiertag 2014. So treffliche Worte hört man sehr selten, ich bewundere seine Einschätzung und Weitsicht. Wir dürfen stolz und dankbar sein, einen so fähigen, hoch intelligenten und liebenswerten Bundesrat zu haben.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Eeh, war das eine Rede zum 1. August oder war das eine Rede über die Ukraine etc.? Herr Burkhalter scheint während der Rede plötzlich vergessen zu haben, dass er eigentliche hätte als LANDESVATER zu seinen Kindern und deren Wohl sprechen sollen. Hat er auch vergessen, durch wen die Schweiz in erster Linie zum Erfolgsmodell wurde? Dass wir ohne die alten Eidgenossen und unsere Gründerväter nicht das wären, was wirr heute sind, nämlich frei und unabhängig - noch!
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  • Kommentar von Rüdisühli Ernst, 9470 Buchs SG
    Eine Rede die weder Ehrlich noch der Schweiz gerecht wird. In keiner weisse werden die Gefährdung der Sozialwerke und hintergehen des Volkes erwähnt. Ja Wohlstand aber nicht nur für die Wirtschaft sondern auch für die Bürger. Gerade die Schweizer Bürger hat der Bundesrat vergessen. Jede Rede eines Bundesrates ist eine Lüge an denn Bürgern. Wann wird eine Ehrliche Politik - Rede von einem Bundesrat kommen, ich glaube auf dieses kann der Schweizer lange warten!
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