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Burkhalter zu Cavusoglu-Besuch «Die Schweiz kann helfen»

Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu hat heute überraschend die Schweiz besucht – ein brisanter Besuch, denn heikle Themen gibt es viele. Aussenminister Didier Burkhalter äusserte sich im Anschluss an das Treffen.

Legende: Video Das Interview mit Didier Burkhalter abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Vom 23.03.2017.

Er habe mit dem türkischen Aussenminister Mevlüt Cavusoglu über viele Themen gesprochen, erklärt Bundesrat Didier Burkhalter im Gespräch mit SRF. Beispielsweise über die schwierige Frage der Todesstrafe. Man habe zudem klar gemacht, was es heisse, wenn die Türkei, die bisher internationale Verpflichtungen getragen habe, plötzlich eine Kehrtwende vollziehe. Im Gespräch sei zudem klar gemacht worden, dass nachrichtendienstliche Tätigkeiten auf Schweizer Boden verboten seien.

«Es ist sehr wichtig, dass dieser Dialog jetzt intensiviert wird», so Burkhalter. Die Türkei müsse verstehen, dass die Spannungen zwischen der Türkei und Europa schlecht für beide Seiten seien. Das könne die Schweiz mit diesem Dialog tun.

Dass Cavusoglu den Besuch benutzt, um Propaganda zu machen, glaubt Burkhalter nicht. Cavusoglu habe in der türkischen Botschaft Leute der türkischen Gemeinschaft getroffen. «Das mache ich im Ausland mit den Schweizern auch. Das ist zurzeit keine Propaganda. Es war vielleicht Propaganda in anderen Zeiten und anderen Gegenden.» In der Schweiz gebe es einen echten Dialog.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Politiker mit Helfersyndrom sind charmant. Aber damit hat es sich auch schon.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Also, wenn unser Aussenminister nicht glaubt, dass der türkische Amtskollege Wahlkampfpropaganda betreibt, dann ist er total blauäugig. Erstens fand das Treffen mit den türkischen Landsleuten hinter verschlossenen Türen der türkischen Botschaft statt und zweitens wird Herr Burkhalter kaum anwesend gewesen sein. Und drittens: Da eine Botschaft Hoheitsgebiet der betreffenden Länder ist, konnte dem Wahlkampf die Brisanz genommen werden. Schlau muss man eben sein.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Ach, was der Mann rauslässt und auf die Fragten ausweicht, ist einfach unglaublich. Burkhalter ist zwar ein lieber, herzensguter, besorgter Staatsmann, der sich um die Probleme seines geliebten Auslandes kümmert. Wäre er doch nur auch mit seinen eigenen Landleuten so lieb und nett und würde für deren Probleme Empathie empfinden. Schliesslich ist er UNSER Bundesrat,
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    1. Antwort von Andreas Tanner (A61tanner)
      Ich glaube, Burkhalter hat sich mit seinem OECD -Mandat Respekt verschafft. Ich bin deshalb überzeugt, dass er auch unangenehme Dinge mit der nötigen diplomatischen Sprachwahl seinem türkischen Gegenüber präsentiert hat.
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