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Schweiz Die Schweiz will ihre Klimaziele verschärfen

Der Bundesrat will den Ausstoss von Treibhausgasen bis 2030 um 50 Prozent reduzieren. Mindestens 30 Prozent der Reduktionen sollen im Inland erzielt werden, 20 Prozent mit Projekten im Ausland.

Legende: Video Der Bundesrat will eine schärfe Klimapolitik abspielen. Laufzeit 02:03 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.02.2015.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bis 2030 soll der Treibhausgasausstoss gegenüber dem Wert von 1990 um 50 % reduziert werden
  • Mindestens 30 % davon soll im Inland erzielt werden
  • Umweltverbände und Grüne reagieren mit Kritik auf das Klimaziel
  • Mitte 2016 geht ein Entwurf zur Revision des CO2-Gesetzes in die Vernehmlassung
  • Im Dezember 2015 soll in Paris ein weltweit verbindliches Klimaabkommen beschlossen werden

Der Bundesrat hat die Klimaziele der Schweiz bekannt gegeben: Bis 2030 soll das Land den Ausstoss von Treibhausgasen um die Hälfte reduzieren. Mindestens 30 Prozent dieser Reduktion soll im Inland erfolgen, 20 Prozent können mit Projekten im Ausland erreicht werden.

Zu diesen Zielen soll sich die Schweiz in der Klimakonvention verpflichten, die Ende 2015 in Paris unterzeichnet werden soll. Die Konvention soll verbindliche Reduktionsziele für alle UNO-Mitglieder für die Zeit nach 2020 enthalten. Doch obwohl der Bundesrat die Ziele erst jetzt offiziell bekannt gibt: Festgelegt hatte er sie bereits im November 2014, wie Radio SRF bekannt gemacht hatte.

Legende: Video Emissionsziele des Bundesrates bis 2030 abspielen. Laufzeit 01:14 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.02.2015.

Für 0,1 Prozent der Emissionen verantwortlich

Die angestrebte Reduktion berücksichtige die Verantwortung der Schweiz an der Klimaerwärmung, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Auch die Kosten, die eine solche Reduktion zur Folge hätte, seien in die Kalkulation mit eingeflossen.

Die Schweiz ist für 0,1 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und hat einen relativ niedrigen Ausstoss. Daher ist sie nach Ansicht des Bundesrates darauf angewiesen, Emissionen auch im Ausland reduzieren zu können.

Derzeit ist eine Änderung des Kyoto-Protokolls im Parlament hängig. Damit verpflichtet sich die Schweiz für die Jahre 2013 bis 2020, ihre Emissionen gegenüber 1990 um 20 Prozent zu senken. Gesetzesänderungen sind dafür nicht nötig, da das Ziel bereits im CO2-Gesetz verankert ist.

Zustimmung des Parlaments nötig

Dieses müsste verschärft werden, um zusätzliche Reduktionen verbindlich festzulegen. Dafür ist die Zustimmung des Parlaments nötig. Eine Vernehmlassungsvorlage dazu will der Bundesrat bis Mitte 2016 vorlegen.

Auf internationaler Ebene sind die Arbeiten an einem Nachfolgeabkommen für Kyoto längst im Gang. Ziel der Reduktion von Treibhausgasen ist es, die Erderwärmung langfristig auf zwei Grad zu begrenzen.

China und USA bremsen

An der Klimakonferenz in Lima wurde Ende letzten Jahres darum gerungen, welche Massnahmen dafür nötig sind und welche Gase in die Reduktionsziele einbezogen werden sollen. Daraus resultierte jedoch lediglich ein Minimalkonsens.

Bei einer Vorbereitungstagung in Genf von Mitte Februar konnten inhaltlich kaum Fortschritte erzielt worden. Insbesondere China und die USA wehren sich gegen ein starkes Abkommen. Die EU-Länder ihrerseits haben sich beim Klimagipfel im Oktober auf eine Reduktion um 40 Prozent bis 2030 geeinigt.

Legende:
Die grossen Klimasünder: Prozentualer Anteil der CO2-Emissionen, nach Ländern, im Jahr 2013 EIA

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Sandra Sutter, Erlenbach
    Ich mag diese Schweiz, die solche Ziele verfolgt nicht.
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  • Kommentar von Eduard Biner, Zermatt
    Man will unbegrenztes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum! Die Entwicklungsländer mit der grössten Bevölkerungsexplosion möchten verständlicherweise auch mehr Wohlstand haben. Also wird der weltweite CO2-Ausstoss, trotz aller Massnahmen munter weiter steigen - leider! Während die Schweiz, koste es was es wolle, davon 0.05% einsparen will, könnte der Ausstoss weltweit möglicherweise um etliche % ansteigen!
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  • Kommentar von Reto Ryf, Solothurn
    Naja das böse CO2, das hören wir tagtäglich. Wir hören auch das das CO2 die globale Erwärmung verursacht. Wir hören es immer undimmer wieder, leider konnte mir bis jetzt niemand eine WISSENSCAFTLICHE, abgestützt auf Naturgesetzten, Erklärung oder zumindest Quelle der Studien angeben.
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    1. Antwort von Martin Müller, Zürich
      Das ist eine Lüge.
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    2. Antwort von Thomas Leu, Adetswil
      @ Reto Ryf: Setzen Sie sich doch einfach mal in eine Schweizer Primarschulstunde. Heute lernt man das nämlich bereits am Ende der Primarschule, und zwar auf einem für alle, also auch für Sie, stufengerechten Niveau, auch in Solothurn. Später können Sie ja dann immer noch studieren, falls Sie es genauer wissen möchten.
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    3. Antwort von Christian Vogel, Laupen
      @ Herr Ryf: Nur weil etwas in der Primarschule verkündet wird, heisst dies noch lange nicht, dass es um wissenschaftlich erhärtete Fakten geht. CO2 ist und bleibt ein Spurengas, dessen Wirkung auf die Tendenzen der irdischen Temperaturentwicklung bislang weder wissenschaftliche belegt noch widerlegt werden konnte. Es gibt hierzu nur (unbewiesene) Hypothesen und Modelle. Ich bin auch der Meinung, dass wir sorgsamer mit den Ressourcen umgehen sollten, aber das CO2 hat damit nichts zu tun.
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