Die Schweizer Atomkraftwerke im Überblick

Wem gehören die Schweizer AKWs? Was ist ihr jeweiliger Anteil an der Schweizer Stromproduktion? Bis wann ist ihr Betrieb möglich? Eine Übersicht über die Schweizer Atomkraftwerke.

Die AKWs Beznau I und II.

Bildlegende: Die AKWs Beznau I und II. Keystone

Atomkraftwerke Beznau I & Beznau II

  • Standort: Gemeinde Döttingen (AG) auf einer künstlichen Insel im Fluss Aare
  • Inbetriebnahme: 17.7.1969 (Beznau I), 23.10.1971 (Beznau II)
  • Reaktortyp: Druckwasserreaktor
  • Abschaltung: Aufgrund heute vorliegender Daten und Berechnungen bezüglich Alterung der Grosskomponenten kann gemäss Ensi aus technischer Sicht ein Betrieb bis 60 Jahre möglich sein. Dafür müssen aber die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen weiterhin erfüllt sein..
  • Meldepflichtige Vorkommisse im Jahr 2013: 7
  • Betreiber: Axpo
  • Besitzer: Axpo Holding. Diese wiederum ist im Besitz von Kanton Zürich, Kanton Aargau, AEW Energie, St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke, Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau, Kanton Schaffhausen, Kanton Glarus, Kanton Zug.
  • Anteil an Stromproduktion Schweiz (in Prozenten): 4,5 Prozent (Beznau I), 4,2 Prozent (Beznau II)
AKW Mühleberg.

Bildlegende: Das AKW Mühleberg. Keystone

Atomkraftwerk Mühleberg

  • Standort: Zwei Kilometer nördlich von Mühleberg (BE) an der Aare unterhalb des Wohlensees, 14 Kilometer westlich von Bern
  • Inbetriebnahme: 01.07.1971
  • Reaktortyp: Siedewasserreaktor
  • Abschaltung: 2019
  • Meldepflichtige Vorkommisse im Jahr 2013: 13. (1991 wurden erstmals Risse an den Schweissnähten des nicht-druckführenden Kernmantels entdeckt. 1996 wurden aufgrund stetig grösser werdender Risse im Kernmantel für dessen Verstärkung vier Zug-Anker angebracht.
  • Betreiber: BKW Energie
  • Besitzer: BKW Energie
  • Anteil an Stromproduktion Schweiz (in Prozenten): 4,3 Prozent
Das AKW Gösgen.

Bildlegende: Das AKW Gösgen. Keystone

Atomkraftwerk Gösgen

  • Standort: Gemeinde Däniken (SO), an der Aare.
  • Inbetriebnahme: 02.02.1979
  • Reaktortyp: Druckwasserreaktor
  • Abschaltung: Aufgrund heute vorliegender Daten und Berechnungen bezüglich Alterung der Grosskomponenten kann gemäss Ensi aus technischer Sicht ein Betrieb bis 60 Jahre möglich sein. Dafür müssen aber die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen weiterhin erfüllt sein.
  • Meldepflichtige Vorkommisse im Jahr 2013: 7
  • Betreiber: Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Geschäftsleitung: Alpiq
  • Besitzer: Alpiq, Axpo Power, Stadt Zürich, Centralschweizerische Kraftwerke (CKW), Stadt Bern
  • Anteil an Stromproduktion Schweiz (in Prozenten): 9,4 Prozent
Das AKW Leibstadt.

Bildlegende: Das AKW Leibstadt. Keystone

Atomkraftwerk Leibstadt

  • Standort: Gemeinde Leibstadt (AG), am Rhein nahe der Aare-Mündung
  • Inbetriebnahme: 24.05.1984
  • Reaktortyp: Siedewasserreaktor
  • Abschaltung: Aufgrund heute vorliegender Daten und Berechnungen bezüglich Alterung der Grosskomponenten kann gemäss Ensi aus technischer Sicht ein Betrieb bis 60 Jahre möglich sein. Dafür müssen aber die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen weiterhin erfüllt sein.
  • Meldepflichtige Vorkommisse im Jahr 2013: 7
  • Juni 2014: Das Ensi reklamierte die unsachgemässe Montage von Feuerlöschern im Reaktorgebäude. Die Bohrungen für die Halterungen waren wanddurchdringend und stellten somit eine Beschädigung des Primärcontainments dar.
  • Betreiber: Kernkraftwerk Leibstadt (Geschäftsleitung Axpo)
  • Besitzer: Alpiq, Axpo Power, Axpo Trading, Centralschweizerische Kraftwerke (CKW), BKW Energie, AEW Energie, Alpiq Suisse
  • Anteil an Stromproduktion Schweiz (in Prozenten): 14,1 Prozent

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Strom sparen – aber wie?

    Aus Tagesschau vom 3.12.2014

    Im Rahmen der grossen Energiedebatte hat sich der Nationalrat heute mit Fragen der Energie-Effizienz und dem Einspar-Potential beschäftigt. Zwei Systeme standen zur Debatte. Das Resultat war eine Überraschung.

  • Wirbel um vermeintlichen AKW-Unfall

    Aus Tagesschau vom 3.12.2014

    Eine vermeintlich schwere Panne in einem ukrainischen Atomkraftwerk hat Erinnerungen an die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl wachgerufen. Wenig später gaben die Behörden in Kiew aber Entwarnung und sprachen von einem «relativ harmlosen Zwischenfall».

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    Aus Tagesschau vom 2.12.2014

    Am zweiten Tag der Beratungen zur Energie-Strategie hat der Nationalrat weitere Pflöcke eingeschlagen. So sollen für den Ausbau von erneuerbaren Energien mehr Fördergelder fliessen. Einschätzungen von Bundeshausredaktor Christoph Nufer.