Die TCS-Pannenhelfer rücken jetzt auch für E-Bikes aus

Die Zahl der E-Bikes steigt und mit ihr das Angebot an Pannenhilfen für Fahrräder mit Elektro-Hilfsmotor. Die Auswahl für eine Fahrrad-Assistance-Deckung wird grösser. Doch der häufigste Pannengrund – der leere Akku – ist nicht gedeckt. Pro Velo Schweiz rät zur Zurückhaltung.

Nicht nur die Versicherungsunternehmen bieten ihren Kunden an, sie bei einer Velopanne abzuholen. Auch die Mobilitätsclubs VCS und TCS mischen in diesem Geschäft mit. Zwar sei die Nachfrage noch bescheiden, aber sie steige stetig und das Potential sei gross, sind sie überzeugt.

Der Touring Club hat sein Angebot massiv ausgebaut. Bis vor kurzem mussten sich die Versicherten ihre Pannenhilfe noch selbst organisieren. Sie konnten die Kosten aber später beim TCS zurückfordern, wenn sie die Bike-Assistance-Deckung abgeschlossen hatten.

Neuerdings rücken die Fahrer der 220 Pannenfahrzeuge selber aus. Neben Wagenheber und Batterieladegerät für Autos, führen sie nun auch allerlei Veloflickzeug mit. 45 Franken kostet die Kombination aus Pannenhilfe, Kasko mit Reparatur- und Diebstahlversicherung.

Der Verkehrsclub VCS arbeitet mit lokalen Garagen zusammen. Diese holen in ihrem Auftrag gestrandete Velofahrer und defekte Bikes am Unfallort ab und bringen sie nach Hause.

E-Bikes boomen

Mit ihrer Velo-Assistance-Versicherung zielen die verschiedenen Anbieter vor allem auf den wachsenden Markt der Senioren mit E-Bikes. Für sie ist es nach einer Panne oder einem Unfall ungleich mühsamer, das motorisierte, schwere Gerät zu bewegen.

Allerdings: Die wohl häufigste Panne ist durch die Velo-Pannenhilfe nicht gedeckt. Sowohl VCS wie auch TCS schliessen entladene Akkus aus ihrer Deckung aus.

Extra-Versicherung nicht zwingend nötig

Bettina Mäschli vom Dachverband Pro Velo Schweiz rät Velofahrern zur Zurückhaltung: «Man muss für sich selbst gut überlegen, ob ein solcher Versicherungsschutz wirklich nötig ist. Grundsätzlich lässt sich auch ein defektes Elektrofahrrad noch ziemlich gut bewegen», sagt sie im Konsumentenmagazin «Espresso».

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