Zum Inhalt springen

Dieses Rüstzeug braucht's Gesucht: Fraktionspräsident/in (100 %)

Heute wählen die SVP und die FDP einen neuen Fraktionspräsidenten. Die Position kann in der nationalen Politik ein Karrieresprungbrett sein, stellt aber auch grosse Anforderungen an die Parlamentarier. Diese vier Talente sollten Bewerber mitbringen.

Adrian Amstutz
Legende: Hat das Fraktionspräsidium abgegeben: Adrian Amstutz. Keystone

Führungsqualitäten: Die Politologin Sarah Bütikofer von der Universität Zürich sagt es so: «Der ideale Präsident muss seine Fraktion gegen innen zusammenhalten und mit den verschiedenen Strömungen und Flügeln umgehen können. Gleichzeitig muss er aber auch dafür sorgen, dass die Partei gegen aussen möglichst geeint auftritt.»

Strategisches Geschick: Wichtig sei auch ein strategisches Näschen und ein Gespür für das, was erst noch kommt. «Man muss die Geschäfte, die in den nächsten Monaten anstehen, alle schon im Voraus kennen und sich schon eine Position für die eigene Partei überlegen. Zudem muss man mit allfälligen Allianzpartnern dazu in Kontakt treten und das Gespräch suchen», sagt Bütikofer.

Pascal Couchepin
Legende: Hat vom Fraktionspräsidium profitiert: Alt-Bundesrat Pascal Couchepin. Keystone

Sprachkenntnisse: Ein weiterer Vorteil ist es, mehrere Sprachen zu beherrschen. «Fraktionspräsident oder Präsidentin kann nur eine Person werden, die sehr gute Sprachkenntnisse in möglichst vielen Landessprachen hat», sagt Bütikofer. Vielleicht nicht ganz zufällig sind oft Vertreter aus der lateinischen Schweiz mit hervorragenden Deutschkenntnissen an der Spitze ihrer Fraktionen zu finden.

Hunger: Einer Kandidatur nicht abträglich ist schliesslich ein gesundes Karrierebewusstsein: Amtierende oder ehemalige Fraktionspräsidenten werden immer wieder als Bundesratskandidaten gehandelt. Manchen gelingt der Sprung in die Landesregierung auch ganz, zuletzt etwa Ignazio Cassis, Pascal Couchepin oder Arnold Koller.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Primär, muss die wahre "Eignung" einer Person Priorität haben, um diese vielfältige, anspruchsvolle Aufgabe, mit den dafür notwendigen Fähigkeiten, aufrichtig, ehrlich - zum echten essentiellen und existenziellen "Wohl" der Bevölkerung - und mit "Rückgrat", bewältigen zu können!Keine "Eigeninteressen- und Machtvergrösserungs-Wahrnehmung", keine lukrativen VR-Mandate, Vetternwirtschaft, Lobbyismus und erst noch auf Kosten der bezahlenden Bevölkerung, dem "Arbeitgeber"! Wer wird sich also eignen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Da finden Sie wohl nicht mehr viele... Ihre Aufzählung verhindernder Faktoren verunmöglicht es auch in unserem System, geeignete Persönlichkeiten zu finden. Auch bei uns geht es fast nur noch um die Wahl zwischen Pest und Cholera, speziell bei innerparteilichen Debatten, Wahlen und Abstimmungen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Angela Nussbaumer (Angela N.)
      Innerhalb der SVP kenne ich keinen einzige/n Kandidaten/in, der ihrem letzten Satz entspräche, Frau Casagrande ... :-(
      Ablehnen den Kommentar ablehnen